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Was soll das? Igel sind die neuen Katzen

Lässige Tiere mit einem Mir-doch-egal-Image machen einfach glücklich.

Igel
Enthusiasmus pur! Foto: 9gag.com

Okay, ich gebe es zu. Diesen Beitrag schreibe ich, weil ich mir bei der Arbeit unter dem Vorwand der Recherche süße Igelvideos anschauen wollte. (Ich hab den besten Job der Welt!) Denn ich bin verliebt in die stacheligen Säugetiere mit den kurzen Beinchen und den spitzen Näschen, die gerade dabei sind, Katzen ihren Titel als Könige des Internets streitig zu machen. Es geht mir wie vielen Millionen Menschen weltweit, die die Videos und Fotos anklicken oder in den sozialen Medien mit ihren Freunden teilen: Ich kriege einfach nicht genug.

Ganz besonders beliebt ist der Youtube-Clip „When someone brings you food“, in dem man sieht, wie jemand einem auf dem Rücken liegenden, halb zusammengerollten Igel mit einem Teelöffel Futter reicht. Genüsslich und mit scheinbar breitem Grinsen schmatzt der kleine Kerl sein Essen weg.

Manchmal reicht schon sehr wenig, um Menschen glücklich zu machen.

Süße Igelbilder steigern das Wohlbefinden

Das Phänomen Tierbilder ist nicht ganz neu. Jeder Lokaljournalist weiß, Tiere (und Kinder) gehen immer. Und auch wenn das Internet Zugang zu unendlichem Wissen zu einem leicht erreichbaren Gut gemacht hat, gehören doch Fotos von schmusenden Mini-Pferden, vor Gurken in die Luft springenden Katzen und erschreckt dreinblickenden Eulen zu den meistgesuchten Themen im Netz. Dabei fällt auf, dass gerade als besonders gemütlich wahrgenommene Tiere, gefragt sind. Wie das Faultier oder das Capybara, das größte heute lebende Nagetier aus der Familie der Meerschweinchen. Glaubt man seinem Online-Marketing-Team, alias den Social-Media-Kanälen, liegen Capybaras am liebsten superlässig in der Sonne, mit halb geöffneten Augen, leicht erhöhtem Kinn und dem ultimativen Mister-Cool-Blick. Dass auch Katzen dieses Mir-doch-alles-egal-ich-bin-eh-der-Chef-der-Welt-Gefühl ausstrahlen, ist ebenfalls lange bekannt.

Angeblich soll ein Brite namens Harry Pointer (1822-1889) der Urvater lustiger Katzenbilder sein. Zuerst steckte er laut bookatiger.com seine haarigen Fotomodelle in kleine Kostüme und lichtete sie ab. Schnell merkte er, dass Katzenbilder aber auch ohne peinliche Aufmachung witzig sein können. Nämlich dann, wenn man die Fotos mit einem Kommentar versieht. Man könnte sagen, die Memes waren geboren. Das Internet beweist, dass dieses Prinzip auch mit dem Kind aus der Nachbarschaft, Donald Trump oder eben Igeln funktioniert.

Ich habe diesen Text natürlich auch geschrieben, weil Sie, liebe Leser, es schlichtweg verdient haben, heute in Ihrer Zeitung ein süßes Igelbild zu sehen. Denn süße Igelbilder steigern (von mir) nachgewiesenermaßen das Wohlbefinden. Probieren Sie’s mal aus!

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