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Was soll das? Gähn!

Mehr als elf Tage hat noch kein Mensch ohne Schlaf überlebt.

Schlaf
Er hat entweder keinen sehr aufregenden Job oder einen gesegneten Schlaf. Foto: rtr

Schlafen ist das neue Essen. Die Forschungen zur Nachtruhe werden immer zahlreicher und mit ihnen auch die Schlafstörungen. Ständige Erreichbarkeit, Smartphone & Co. haben aus uns sich nervös herumwälzende, übernächtigte Wesen gemacht. Wer am Morgen jedoch nicht ausgeruht und erholt aufwacht, kann eigentlich auch gleich im Bett bleiben, wenn man den einschlägigen Zeitschriften und Ratgebern Glauben schenken darf. „Gut schlafen ist die Voraussetzung für optimale Leistungsfähigkeit. Zu wenig oder schlechter Schlaf kann gereizt, unkonzentriert und sogar krank machen“, mahnt etwa die „Apotheken Umschau.“

Im alten China wurde sogar mit Hilfe von Schlafentzug die Todesstrafe vollstreckt. Mehr als elf Tage hat bislang noch kein Mensch ohne Schlaf überlebt.

Je nach Berufsgruppe ist die Dauer des Schlafs sozusagen Teil der Jobbeschreibung. Erfolgreiche Manager, Politiker und andere „Entscheider“ brüsten sich gerne damit, dass sie nur drei bis vier Stunden Schlaf pro Nacht brauchen. Die frühere US-Außenministerin Condolezza Rice soll nach eigener Aussage während ihrer Amtszeit jeden Tag um vier Uhr aufgestanden sein, um eine Runde Herz-Kreislauf-Training zu absolvieren, bevor sie mit den Mächtigen der Welt verhandelte. Auch Airbus-Chef Thomas Enders schwingt sich zu nachtschlafender Zeit um fünf Uhr morgens aus den Federn, um eine Runde zu laufen. „Dafür gehe ich abends aber auch gegen Mitternacht ins Bett“, sagte er einmal entschuldigend in einem Interview. Fünf Stunden, das grenzt für einen Topmanager offensichtlich schon an Faulheit. Topmodels und Schauspielerinnen hingegen bewahren ihr phänomenales Aussehen mit einer Extraportion Nachtschlaf. Jennifer Lopez schläft angeblich mindestens acht Stunden, Diane Kruger schlummert in der Regel neun, und Heidi Klum sogar zehn Stunden. Mal abgesehen davon, dass die wenigsten Menschen sich die Zeit dafür nehmen, muss man das auch erst mal können. Zwar brauchen die meisten angeblich im Durchschnitt nur 15 bis 20 Minuten, um einzuschlafen. Doch für viele Schlaflose ist die Realität eine andere. Die eingangs erwähnten Studien halten deshalb neben den Klassikern wie Handy ausschalten und vor dem Zu-Bett-Gehen nichts Schweres essen auch einige „Geheimtipps“ parat.

Zum Beispiel den, herumliegende Klamotten und Zeitschriften vom Schlafzimmerboden aufzusammeln. Klare Strukturen und optische Ruhe sollen sich auch auf die innere Entspannung auswirken. Auch Rückwärtsdenken kann angeblich helfen, das wachhaltende Gedankenkarussell zu stoppen. Dabei geht man den Tag minutiös rückwärts durch, bis man gedanklich wieder beim morgendlichen Aufwachen angelangt ist. Ein weiterer Trick ist das umgekehrte Blinzeln, bei dem die Augen immer wieder nur eine Sekunde geöffnet und dann wieder geschlossen werden. Falls das alles nichts hilft, hält sich der Schlaflose am besten an den Rat von Harneet Walia, Ärztin am Zentrum für Schlafstörungen an der Cleveland Clinic: „Schauen Sie nicht auf die Uhr. Das nützt gar nichts.“ Im Gegenteil, der Frust steige mit fortschreitender Zeit nur noch mehr und halte erst recht vom Schlafen ab.

Na dann: gute Nacht!

 

 

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