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Gelassenheit Im Urlaub top, zu Hause flop

Riecht der Fahrer nach Rum? Das gehört hier dazu! Gute Laune und Müßiggang im Urlaub führen dazu, Dinge, die uns zu Hause nerven, auf einmal mit ganz anderen Augen zu sehen.

Havanna
Der linke Außenspiegel fehlt und der Tacho ist mit Edding aufgemalt - kein Problem hier in Havanna! Foto: rtr

Egal ob in den Bergen oder am Meer, aktiv oder gemütlich – die meisten können sich im Urlaub mal so richtig entspannen. Das führt auch dazu, dass wir Dinge anders wahrnehmen als wir es zu Hause tun würden. Alltägliche Dinge. Wie unser Auto aussieht zum Beispiel oder was wir anhaben. Müßiggang wird nicht nur toleriert, sondern zelebriert. Kategorien, bei denen wir uns in unserer Meinung bisher sicher waren, bewerten wir plötzlich völlig neu. Eine Auswahl:

Sicherheit
Waren Sie mal auf Kuba? Kaum ein Tourist kommt daran vorbei, mit einem der bunten Oldtimer durch Havanna zu cruisen. Am liebsten in einem Cabrio. Sonne im Gesicht, Wind in den Haaren. Da macht es auch nichts aus, dass das Armaturenbrett nur von Klebeband zusammengehalten wird. Übrigens der linke Außenspiegel fehlt. Der Tacho ist mit Edding aufgemalt. Und, kommt der Rumgeruch vom Fahrer? Total authentisch! Hier gehört das dazu.

Zu Hause: Da ist ein Kratzer in der Scheibe. Auf zur Werkstatt!

Sauberkeit beim Essen
Kulinarische Besonderheiten am Urlaubsort auszuprobieren, gehört für viele zum Schönsten überhaupt. Essen was die Locals essen: Kakerlaken und Spinnenbeine von einem provisorischen Grill an einer Hauptstraße in Bangkok? Wenn die das essen, kann das nicht so schlimm sein.

Zu Hause: Der Koch hat aber behaarte Unterarme...

Schnelligkeit beim Transport
Mit einer Jacht durch die Ägäis. Und plötzlich macht der Motor schlapp. Kein Problem. Wen stört’s, wenn die geplante Fahrt etwas länger dauert?! Den griechischen Kapitän jedenfalls nicht. Der war an Land gegangen, um ein Ersatzteil zur Reparatur des Motors zu holen. Als die Urlauber nach drei Stunden ebenfalls an Land gingen, um nachzusehen, wo er so lange steckt, fanden sie ihn gemütlich bei einem Glas Tsipouro an der Bar sitzend. Das Ersatzteil hat er vergessen. Diese Griechen ... Alle lachen.

Zu Hause: Morgens im Pendlerstau zur Arbeit. „Grün, Grün, mach‘ hin, es ist Grün!“

Bequemlichkeit
Er ist im Urlaub schon so etwas wie ein Statussymbol: Sand an den Füßen. Er bedeutet, ich bin gerade am Strand oder war gerade da. Und es macht mir gar nichts aus, dass er noch in meinen Espadrilles klebt. Ich bin eben einfach so ein super entspannter Typ.

Zu Hause: Das nervt! Schon wieder ein Stein im Schuh.

Kleidung
Um die Hüfte oder quer über die Brust und an der Seite zusammengebunden: Im Urlaub tut’s – zumindest für Frauen – oft ein großes Tuch über dem Bikini. Das ist ja so praktisch und lässig.

Zu Hause: „Voll peinlich, dieses Hippiegetue!“

Ungewissheit
Beim Urlaub im Piemont brauchen wir keine Landkarte. Hinter jeder Kurve tut sich ein neues wunderschönes Städtchen auf, gibt es eine andere Leckerei zu probieren. Und dieses tolle Weingut hätten wir sonst nie entdeckt.

Zu Hause: Das war die falsche Abbiegung. Ich gucke mal bei Google Maps.

Musik
Diese brasilianische Bongomusik passt so gut zu der Bewegung der Wellen vor der Copacabana. Zu der könnte ich den ganzen Tag vor mich hin tanzen ...

Zu Hause: Was die rumänischen Bands samstagnachmittags auf der Frankfurter Zeil spielen grenzt an Körperverletzung.

 

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