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Katholiken und Protestanten Ökumenischer Kirchentag 2021 geplant

Eigentlich sollte bereits 2019 ein dritter Ökumenischer Kirchentag stattfinden. Nun wird es doch 2021 - und die trennendeste Frage der Katholiken und Protestanten wird schon jetzt wieder diskutiert.

18.11.2016 16:12
Christina Aus der Au, Präsidentin des Evangelischen Kirchentags 2017 (l.), Ingeborg Schillai, Präsidentin der Limburger Diözesanversammlung, und ZdK-Präsident Thomas Sternberg (r.), verkünden während der Herbstvollversammlung des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken (ZdK), dass 2021 der nächste ökumenische Kirchentag in Frankfurt stattfinden wird. Foto: KNA

Der nächste Ökumenische Kirchentag wird 2021 in Frankfurt am Main stattfinden. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) stimmten am Freitag in Bonn für ein drittes konfessionsübergreifendes Fest. ZdK-Präsident Thomas Sternberg nannte die Entscheidung ein «ermutigendes Signal guter und zukunftsweisender ökumenischer Zusammenarbeit». Die Präsidentin des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Christina Aus der Au, sprach von der Fortsetzung einer Dynamik, die lange nicht denkbar gewesen sei.

Der Limburger Bischof Georg Bätzing und der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung hatten das ZdK sowie den DEKT in dieser Woche eingeladen. Das Zentralkomitee der Katholiken kündigte daraufhin an, bei der Vollversammlung in Bonn darüber zu entscheiden. Als Termin wurden die Tage rund um Christi Himmelfahrt vom 12. bis 16. Mai 2021 beschlossen.

Der dritte ökumenische Kirchentag in Deutschland war ursprünglich bereits für 2019 geplant. Er scheiterte jedoch daran, dass es laut ZdK keinen Austragungsort für eine gemeinsame katholisch-evangelische Einladung gab. Frankfurt war schon länger ins Auge gefasst worden. Die Stadt liegt jedoch auf dem Territorium des Bistums Limburg. Nach der Abberufung des früheren Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst konnte in der führungslosen Zeit zwischen 2014 und 2016 keine Entscheidung getroffen werden.

Um welche Inhalte es 2021 bei dem dritten gemeinsamen Treffen der Laienbewegungen gehen soll, ist noch offen. «Wir haben gerade einmal die Formalvoraussetzung geschaffen», sagte Sternberg. Alles weitere müsste nun in Gremien besprochen werden.

Bei den ersten ökumenischen Kirchentagen 2003 in Berlin und 2010 in München hatte beide Konfessionen vor allem die Frage beschäftigt, ob es ein gemeinsames Abendmahl für Katholiken und Protestanten geben wird. Bei der ZdK-Vollversammlung in Bonn kochte das Thema bei den Mitgliedern nun erneut hoch: «Es ist viel möglich, das außerhalb dieser Fragestellung steht», sagte Sternberg am Freitag ausweichend. Er warnte vor einer «Fixierung auf dieses eine Thema». «Ich möchte weder eine Aussage Richtung Plus oder Minus machen.»

Christina Aus der Au betonte, dass «Feiern trotz Differenzen Gemeinschaft bedeuten» könne. Das Abendmahl gehört zu den umstrittensten Fragen zwischen Katholiken und Protestanten. (dpa)

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