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Kalifornien Waldbrände wüten weiter

1. Update105.000 Hektar Land sind dem sogenannten Thomas-Feuer bereits zum Opfer gefallen. Die Waldbrände gelten bereits jetzt als die drittgrößten in der Geschichte Kaliforniens.

16.12.2017 22:36
Feuerwehrleute nahe Montecito
Machtlos: Feuerwehrleute vor einem Brandherd in der Nähe von Montecito, Kalifornien. Foto: rtr

Zwei Wochen lodern die Flammen in dem Bundesstaat an der US-Westküste schon – und immer noch ist keine Entspannung der Lage in Sicht. Am Samstag (Ortszeit) gaben die Behörden Räumungsanordnungen für weitere Gebieteim Bezirk Santa Barbara aus. Das sogenannte Thomas-Feuer nördlich von Los Angeles ist bereits zum viertgrößten Flächenbrand in Kalifornien seit 1932 angewachsen – es wütet bislang auf einer Fläche, die ungefähr so groß wie das Saarland ist.

Meteorologen hatten die Verschärfung der Lage vorausgesagt. „Egal, wie man es betrachtet, die Gefährlichkeit des Feuers wird sich über das Wochenende erhöhen“, hatte der Meteorologe Ken Clark vom Wetterdienst AccuWeather gesagt. Das Feuer hat bereits mehr als 1000 Gebäude zerstört oder beschädigt. Die Behörden schätzen die Schäden durch das Feuer bereits auf mehr als 100 Millionen Dollar. Das Feuer hat bereits mehr als 105 000 Hektar Land zerstört.

Rund 8000 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen, die zwischenzeitlich zu 40 Prozent unter Kontrolle gewesen sein sollen. Allerdings fachte Wind die Brände immer wieder an. Der Nationale Wetterdienst warnte Santa Barbara, Ventura und Teile von Los Angeles vor „extremer“ Brandgefahr. Auch nach zwei Wochen ist noch nicht mit Regen zu rechnen. Zumindest sollte am späten Sonntag der Wind abnehmen. 

Berichten der Nachrichtenagentur AFP zufolge haben die Behörden von Santa Barbara Zwangsevakuierungen angeordnet. Für andere Gebiete wurde den Einwohnern empfohlen, sich in Sicherheit zu bringen. Ein Feuerwehrmann kam ums Leben. Zu den Todesumständen wurden keine Angaben gemacht. Zuvor war bereits eine 70-jährige Frau in dem Feuer ums Leben gekommen. Sie starb bei einem Verkehrsunfall auf der Flucht vor den Flammen. 

„Thomas“ hält die Einsatzkräfte seit mehr als zehn Tagen in Atem. Das Feuer war am 4. Dezember in der Nähe der Stadt Ventura ausgebrochen und hatte sich durch heftige Winde angefacht unaufhaltsam weiter ausgebreitet. Der Brandschutz warnte vor neuen Waldbränden. Über das Wochenende würden Winde mit bis zu 64 Stundenkilometern im Norden Kaliforniens erwartet.

In der jüngeren Geschichte des Bundesstaates gab es erst zwei schlimmere Brände: das „Cedar“-Feuer 2003 und das „Rush-“Feuer 2012. Beide zerstörten jeweils mehr als 110 000 Hektar Land. (dpa/afp)

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