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Kalifornien Trump besucht von Waldbränden betroffene Gebiete

1. UpdateUS-Präsident Donald Trump macht sich in Kalifornien ein Bild von den von Waldbränden betroffenen Gebieten. Die Zahl der Toten ist inzwischen auf 74 gestiegen. Über 1000 Menschen werden vermisst.

17.11.2018 21:59
Trump besucht Brandopfer in Kalifornien
US-Präsident Donald Trump reiste in die Zone des „Camp Fire“ in Nordkalifornien. Dort kamen mindestens 71 Menschen ums Leben. Foto: dpa

US-Präsident Donald Trump hat am Samstag in Kalifornien die von verheerenden Waldbränden betroffenen Gebiete besucht. Der Präsident reiste in die Zone des „Camp Fire im Norden des US-Bundesstaats. Dort kamen mindestens 71 Menschen ums Leben, mehr als tausend weitere werden vermisst. Im „Woolsey-Feuer nahe Los Angeles kamen laut Nachrichtensender CNN insgesamt drei Menschen ums Leben. Damit ist die Gesamtzahl der registrierten Opfer in Kalifornien auf 74 gestiegen. 

Gemeinsam mit der Bürgermeisterin der am schlimmsten betroffenen Stadt Paradise, Jody Jones, machte sich Trump vor Ort ein Bild von der Lage. „Das ist sehr traurig, sagte Trump. Er besuchte in Paradise einen Wohnwagenpark, von dem nur noch Trümmer übrig waren. Aufnahmen zeigten ausgebrannte Autos, verkohlte Ofen und ein Haus, von dem offenbar nur noch der Schornstein stand. Im Anschluss reiste der Präsident weiter in eine Einsatzzentrale in Chico. Dort pries er erneut die Arbeit der Rettungskräfte. Sie würden „wie verrückt gegen die Brände kämpfen. Es sei eine „totale Verwüstung, erklärte er. 

Der US-Präsident wurde auf seiner Reise ins Katastrophengebiet von seinem Stabschef John Kelly und seinem Schwiegersohn Jared Kushner begleitet. Sie wurden am Flughafen von dem scheidenden Gouverneur Jerry Brown und seinem Nachfolger Gavin Newsom begrüßt. Brown lag in der Vergangenheit immer wieder im Clinch mit Trump - dabei ging es etwa um Fragen der Umwelt- und Migrationspolitik. Kalifornien gilt unter den US-Bundesstaaten als führend im Kampf gegen den Klimawandel.

Trump wiederholt Vorwürfe

Der US-Präsident hatte vor einigen Tagen Empörung ausgelöst, als er der kalifornischen Regierung die Schuld für die rasche Ausbreitung der Brände gab und mit der Streichung von Bundesmitteln drohte. Trump kritisiert den von Demokraten regierten Bundesstaat an der Westküste immer wieder. Die Vorwürfe eines schlechten Forst-Managements wiederholte Trump am Samstag. „Das hätte alles ganz anders laufen können, sagte er. Als er in einem Interview des Senders Fox News gefragt wurde, ob der Klimawandel ein Faktor bei den Bränden sei, antwortete er:  „Vielleicht trägt er ein kleines bisschen dazu bei. Das große Problem, das wir haben, ist Management. Vor seiner Abreise sagte er, er wolle das Thema bei seinem Besuch ansprechen. 

Kaliforniens Feuerwehrverband hatte zu Trumps Vorwürfen in den vergangenen Tagen erklärt, die Brände entstünden und verbreiteten sich nicht nur in Forstgebieten. Zudem seien fast 60 Prozent der kalifornischen Wälder unter Bundeskontrolle und rund ein Drittel in privater Hand. Experten hatten eine lange Dürre, verdorrte Vegetation und extreme Winde als Mitursachen für das Ausmaß der Brände genannt. (afp/dpa)

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