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Jan Ullrich und Til Schweiger Ausraster am Poolhäuschen

Nach Jan Ullrichs nächtlichem Besuch bei Til Schweiger hat ein spanisches Gericht ein Kontaktverbot verhängt.

Jan Ullrich
Jan Ullrich nach einem Gerichtstermin 2017. Foto: dpa

Til Schweiger kennt sich aus mit öffentlichen Ausrastern. Legendär ist die „leichte Backpfeife“, die er vor gut drei Jahren seinem damals noch jungen Kollegen Elyas M’Barek im Anschluss an die Verleihung des Deutschen Filmpreises in Berlin verpasste. Der Grund für den Streit? Nicht so wichtig. Und: War angeblich auch am nächsten Tag schon Schnee von gestern. 

Doch ganz gleich, ob Gossip oder Dramen, die das echte Leben schreibt: Wer die Kombination „Til Schweiger & Ausraster“ ins Browser-Suchfeld eingibt, kann sich durch ein veritables Panoptikum Schweigerscher Unbeherrschtheit klicken. Richtig lustig wird es meist, wenn der Til dann noch zwei, drei Gläschen Wein oder Bier zu viel intus hat. Einfach statt „Ausraster“ das Wort „besoffen“ eingeben – und staunen, was die von Schadenfreude getriebene Netzgemeinde viral so alles konserviert. 

Jan Ullrich war etwas neben der Spur

Doch genug von Til und seinen Eskapaden! Hier und heute gibt es Neuigkeiten aus dem Hause Schweigers auf Mallorca zu vermelden, die insofern besonders sind, als der 54-Jährige in diesem Fall die Rolle des Opfers verkörpert. Denn Ende voriger Woche war Schweigers nicht minder prominenter Nachbar auf der Deutschen liebster Ferieninsel, die Radsport-Legende Jan Ullrich, wohl etwas neben der Spur – und tauchte zu später Stunde an Tils Poolhäuschen auf, wo dieser gerade in geselliger Runde Musikvideos anschaute und deswegen nicht mitbekommen hatte, dass Ullrich übers Tor geklettert war. 

Und da stand er also, der einstige Tour-de-France-Sieger, sehr schlecht gelaunt und mit einem Besenstiel bewehrt – und rastete aus, wie Schweiger der „Bild“-Zeitung am Wochenende erklärte: „Er ging sofort mit einem Besenstiel auf einen Freund von mir los. Ich habe die Polizei gerufen. Die kam dann auch, hat ihn in Handschellen abgeführt.“ Und noch bevor die Polizei eingetroffen sei, habe er zu Ullrich gesagt: „Von jetzt an bist du nicht mehr mein Freund.“ Ganz großes Kino!

Und tatsächlich: Wie die spanische Polizei mitteilte, wurde Jan Ullrich am Freitag wegen „gewaltsamen Eindringens und Bedrohungen“ gegen seinen Nachbarn in Gewahrsam genommen. Der 44-Jährige wurde einem Richter vorgeführt und anschließend unter Auflagen wieder freigelassen, wie eine Justizsprecherin sagte.

Jan Ullrich und Til Schweiger haben Mitgefühl verdient

Im Detail heißt das: Ullrich wurde nach der Befragung durch einen Richter freigelassen, aber mit einem Kontaktverbot belegt. Beim Verlassen des Gerichtsgebäudes in Palma de Mallorca wurde das einstige Radsportidol von Kamerateams umlagert, einen Kommentar wollte er demnach nicht abgeben. Lediglich Ullrichs Anwalt war bereit, sich zu äußern, und sagte später der „Bild“: „Wir werden versuchen, den Sachverhalt schnellstmöglich aufzuklären.“

Während also auf der Seite des Angeklagten geschwiegen wurde, hatte Til Schweiger aber noch zwei Kommentare für die „Bild“-Zeitung, deren einer unterstreicht, wie erschütternd der nächtliche Vorfall war: „Ich kenne Jan, seit er vor zwei Jahren nebenan eingezogen ist. Mein Tor war immer offen“, sagte Schweiger. Doch dann habe sich dieser verändert, sei regelrecht abgestürzt. Seine Freunde und er hätten oft auf ihn eingeredet, er müsse einen Alkoholentzug machen. 

Schweigers zweiter Kommentar zeigt aber auch, dass nicht nur Ullrich unser Mitgefühl verdient hat – ist er doch erst vor Kurzem von seiner Frau verlassen worden und musste seitdem unter der heißen Sonne des Südens ganz alleine mit der Sehnsucht nach den gemeinsamen Kindern fertig werden. Auch unser Leinwand-Held Til Schweiger hat es derzeit nicht leicht und klagt völlig zurecht nach der ganzen Aufregung: „So habe ich mir meinen Urlaub nicht vorgestellt.“  (mit afp/sid)

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