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Ilse Aigner erneuert EHEC-Warnung Keine Entwarnung

Von rohen Gurken, Tomaten und Blattsalaten geht noch immer eine Infektionsgefahr aus. Verbraucherschutzministerin Aigner sagte, die Verbreitung des Durchfallerregers EHEC sei noch nicht unter Kontrolle.

29.05.2011 08:24
EHEC-Untersuchung im Robert Koch Institut Foto: dpa

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner hält wegen der zahlreichen Erkrankungen durch den gefährlichen Durchfallerreger EHEC an der Warnung vor dem Verzehr roher Gurken, Blattsalate und ungekochter Tomaten fest. „Solange es den Experten in Deutschland und Spanien nicht gelungen ist, die Quelle des Erregers zweifelsfrei zu benennen, haben die allgemeinen Warnhinweise für Gemüse weiterhin Bestand“, sagte die CSU-Politikerin der Zeitung „Bild am Sonntag“ (Onlineausgabe).

Zur Kritik von Bauernverbänden und Lebensmittelhändlern an der Warnung des Robert-Koch-Instituts sagte Aigner, der Schutz der Verbraucher habe immer Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen. „Deshalb war es richtig, dass die deutschen Fachbehörden frühzeitig gewarnt haben“, sagte sei.

Außerdem trat die Ministerin dem Eindruck von Unstimmigkeiten zwischen Deutschland und Spanien über die Herkunft des Erregers entgegen. „National und international arbeiten die zuständigen Behörden mit Hochdruck an der Aufklärung des Falls“, versicherte sie. Ein Ministeriumssprecher sagte dem Blatt, von einem Streit mit dem spanischen EU-Partner könne keine Rede sein.

Auch in Tschechien sind vermutlich mit dem Darmkeim EHEC kontaminierte Gurken in den Handel gelangt. Noch wisse man aber nicht, ob die potenziell gesundheitsschädliche Ware auch bereits an Endverbraucher verkauft worden sei, teilte die tschechische Lebensmittelinspektion SZPI nach einem Bericht der Nachrichtenagentur CTK mitmach . Dies könne erst durch Überprüfungen im Laufe des Sonntags festgestellt werden.

Nach den Worten von SZPI-Sprecher Michal Spacil sei eine Sendung von Bio-Salatgurken aus Spanien betroffen, die „im Laufe der vergangenen Tage“ nach Tschechien geliefert worden sei. Die Information darüber habe die tschechische Behörde zunächst über das Frühwarnsystem der Europäischen Union erhalten und sofort ein Verkaufsverbot für die bedenkliche Ware erlassen. (dpa)

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