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Hurrikan „Maria“ Starke Verwüstungen in Puerto Rico

Seit über 85 Jahren ist Puerto Rico nicht mehr so stark von einem Hurrikan heimgesucht worden wie nun von Hurrikan „Maria“. Das US-Außengebiet appelliert an Donald Trump, rasche Hilfe zu schicken.

21.09.2017 06:54
Wassermassen
Hurrikan „Maria“ war mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern über Puerto Rico hinweggezogen. Foto: Carlos Giusti

Hurrikan „Maria“ hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern in Puerto Rico große Schäden und flächendeckende Stromausfälle verursacht.

„Puerto Rico wird, wenn wir das überstanden haben, definitiv eine zerstörte Insel sein“, sagte der Direktor der Notfallbehörde, Abner Gómez, in San Juan. Es gibt überall starke Überschwemmungen und zahlreiche zerstörte Häuser in dem US-Außengebiet, das östlich der Dominikanischen Republik liegt.

Donald Trump um Hilfe gebeten

Auf den Straßen flogen Hausdächer umher, Autos wurden wie Spielzeug umgeworfen und zahllose Bäume entwurzelt. Die Karibik wird nach „Irma“ bereits vom zweiten enorm starken Hurrikan binnen weniger Wochen getroffen. Laut Behördenangaben gab es aber bisher in Puerto Rico keine Toten. Zuvor waren auf den Karibikinseln Dominica und Guadalupe durch „Maria“ mindestens neun Menschen getötet worden.

Gómez rief die Menschen auf, die Häuser nicht zu verlassen, auch weil umstürzende Bäume ein Risiko darstellten. In ganz Puerto Rico sei der Strom ausgefallen - damit sind rund 3,4 Millionen Einwohner der Insel ohne Elektrizität. Die Wiederherstellung der Stromversorgung auf dem vorherigen Niveau ist eine der größten Herausforderungen. San Juans Bürgermeisterin Carmen Yulin Cruz sagte, dass dies bis zu vier Monate dauern könnte. Es wurden hunderte Notunterkünfte errichtet.

UN-Generalsekretär António Guterres meldet sich zu Wort

Gouverneur Ricardo Rosselló Nevares verhängte zudem eine nächtliche Ausgangssperre von sechs Uhr abends bis sechs Uhr morgens, die bis Samstag gelten soll. Er rief zur Ruhe auf und sprach von „schwierigen Tagen für Puerto Rico“. Er forderte US-Präsident Donald Trump auf, für die gesamte Insel den Katastrophenzustand zu erklären, um rasche Hilfsmaßnahmen zu veranlassen. „Das ist ein Sturm ohne Beispiel“, sagte der Gouverneur. „Maria“ brachte enorme Regenmengen mit sich.

UN-Generalsekretär António Guterres ließ mitteilen: „Die Vereinten Nationen stehen bereit, um allen von diesem jüngsten Hurrikan betroffenen Nationen und Territorien zu helfen.“ „Maria“ bewegte sich in Puerto Rico Richtung der Stadt Arecibo an der Nordküste. Die Insel wurde zuletzt 1928 vom Hurrikan „San Felipe“ stark getroffen.

Über der Insel schwächte sich „Maria“ etwas ab und wurde mit Geschwindigkeiten von 185 Stundenkilometern zunächst auf einen Hurrikan der Stufe 3 herabgestuft. Schließlich setzte das nationale Hurrikan-Zentrum der USA in Miami „Maria“ auf Stufe 2, betonte aber, dass es „katastrophale Überschwemmungen“ auf der Insel gebe.

„Maria“ kann wieder an Geschwindigkeit gewinnen

Es wurde erwartet, dass „Maria“ danach über dem Meer wieder an Geschwindigkeit gewinnen kann. Hurrikans entstehen, wenn das Wasser der Ozeane mindestens 26 Grad warm ist und stark verdunstet. Dann steigt feuchte, warme Luft nach oben, die zu wirbeln beginnt und dem Sturm Energie gibt. Nach dem Durchzug in Puerto Rico könnte „Maria“ an der Dominikanischen Republik vorbei Richtung Bahamas ziehen. Unklar ist noch, ob er am Wochenende das US-Festland treffen könnte. Der Vorgängerhurrikan „Irma“ hatte große Schäden in Florida hinterlassen.

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