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Hamburg Ausschreitungen in Hamburg

Bei einer Blockupy-Demonstration in Hamburg ist es zu Ausschreitungen gekommen. Erst fliegen Böller, dann reagiert die Polizei - und setzt Schlagstöcke und Wasserwerfer ein. Mehrere Menschen werden verletzt. Ein Sprecher nennt die Reaktion der Polizei "völlig überzogen".

17.05.2014 16:55
Bengalische Feuer im Demonstrationszug. Foto: dpa

Nach einer Demonstration unter dem Motto "Hafencity entern - Elbphilharmonie besichtigen" ist es am Samstag in Hamburg zu Ausschreitungen gekommen. Aus einer Gruppe von 150 Linksextremisten heraus seien Beamte in der Nähe der Elbphilharmonie massiv mit Böllern beworfen worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten reagierten mit dem Einsatz von Schlagstöcken und Wasserwerfern. Drei Polizisten seien leicht verletzt worden.

Auch mindestens ein Demonstrant wurde von Rettungskräften behandelt. Einige Demonstranten versuchten nach Angaben der Polizei, den Zugang zur Elbphilharmonie zu versperren, wurden jedoch von Beamten abgedrängt.

Ein Sprecher der Demonstranten bezeichnete die Reaktion der Polizei als "völlig überzogen". Die Demonstranten seien "grundlos von der Polizei attackiert worden". Die Polizei habe einige von ihnen mit Pfefferspray und Schlagstöcken leicht verletzt.

Krawalle in Sichtweite der Elbphilharmonie

Die Demonstration war friedlich am Hauptbahnhof gestartet. Aufgerufen hatte die Blockupy-Bewegung, die an diesem Tag in mehreren deutschen und europäischen Städten auf die Straße ging, um gegen soziale Ungerechtigkeit und die Macht der Banken zu demonstrieren. Auf Transparenten forderten die Teilnehmer "Flüchtlinge willkommen" und «Gemeinsam gegen die Macht der Banken». Insgesamt nahmen nach Polizeiangaben rund 1000 Menschen teil. Die Veranstalter sprachen von 2000 Teilnehmern.

Die anschließenden Krawalle ereigneten sich in Sichtweite des im Bau befindlichen Konzerthauses, wo am Samstag kostenlose Konzerte auf einer Open-Air-Bühne Hunderte Menschen zum Tag der Elbphilharmonie lockten.

Die Hamburger Polizei war nach Angaben des Sprechers mit rund 1000 Beamten im Einsatz, um diese und weitere Veranstaltungen, darunter auch einen Wahlkampfauftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Fischmarkt, abzusichern. (dpa)

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