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Halloween Käßmann kritisiert Halloween

Margot Käßmann empfindet Halloween in Deutschland als „Blödsinn". Das Fest sei gegen alle Grundüberzeugungen der Reformation, sagt die frühere hannoversche Landesbischöfin.

30.10.2013 06:48
Trägt zu Halloween blutrot: Margot Käßmann. Foto: dpa

Die frühere hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann empfindet Halloween in Deutschland als kommerziellen Humbug. Man könne überall nachlesen, wie der Halloween-Trubel in Deutschland entstanden sei: „Es ging darum, irgendwo im Kalender zwischen den Sommer-Grillpartys und dem 1. Advent noch ein Verkaufs-Event mit allem möglichen Schnickschnack zu etablieren“, sagte Käßmann den „Ruhr Nachrichten“.

Sie betonte, Halloween sei gegen alle Grundüberzeugungen der Reformation: „(Reformator Martin) Luther wollte Angst nehmen – vor Geistern, Gespenstern, dem Bösen, dem Teufel. Und heute? Da sind am 31. Oktober die Kinder in Grusel-Kostümen unterwegs. Das kann ich nicht ernst nehmen“, erklärte Käßmann. Sie sei aber dagegen, „mit moralisch erhobenem Zeigefinger gegen einen solchen Blödsinn anzugehen“.

Die Ex-Bischöfin von Hannover ist die Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das 500-jährige Reformationsjubiläum im Jahr 2017. (dpa)

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