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H&M Emre Can stellt Modekollektion vor

Mit einer eigenen Modekollektion bei H&M tritt Nationalspieler Emre Can in die Fußstapfen von David Beckham.

Emre Can
Seit ein paar Tagen bietet H&M die Kollektion „Selected by Emre Can“ an. Foto: Rolf Oeser

Als Emre Can im schnieken Anzug und umringt von Security und anderen, offenbar auch wichtigen Leuten die Herrenabteilung des Frankfurter H&M-Shops betritt, läuft dazu in Clublautstärke der Hit „Was du Liebe nennst“ von Rapper Bausa. So, als wäre der Modeshop in der City ein cooler Club – und der deutsche Fußballnationalspieler Can der Popstar, auf den alle warten. Für sie hat der 24-Jährige, der zurzeit im Mittelfeld des FC Liverpool unter Trainer Jürgen Klopp spielt, aber kein Lied mitgebracht. Sondern Anzüge. Denn der gebürtige Frankfurter tritt jetzt in die Fußstapfen von Fußballikone David Beckham. Zumindest modisch. 

Seit ein paar Tagen bietet die schwedische Modekette eine Kollektion „Selected by Emre Can“ an. Diese soll junge Männer ansprechen – und deren Geldbörse schonen. Eine Krawatte kostet 10 Euro, das teuerste Sakko 60 Euro. Laut H&M verkauft sich die Kollektion schon jetzt „sehr gut“ – dennoch kam Can jetzt in seine Heimatstadt, um sich im Anzug ablichten zu lassen und Autogramme zu geben.

Vor allem Letztere sind begehrt. Schon draußen vor dem Shop auf der Zeil beginnt die Menschenschlange, die über die Rolltreppen bis hoch in den zweiten Stock in die Herrenabteilung führt. 500 Fans sind an diesem frühen Montagabend zur Autogrammstunde gekommen. Da stehen Mütter mit ihren kleinen Fußball-Jungs vom SV Blau Gelb Frankfurt. Bei diesem Verein hat Emre Can, dessen Eltern aus der Türkei stammen, als junger Sportler angefangen.

Aber es warten auch eine Menge Teenie-Jungs und einige weibliche Fans, unter ihnen Frauen, die fast seine Mama sein könnten. „Emre ist ein toller Fußballer. Und egal, ob er Anzug oder Unterhose trägt, er sieht immer sehr hübsch aus“, sagt eine 42-Jährige. Sie hat sich, wie einige andere Fans in der Schlange auch, weiße T-Shirts gekauft. Fünf Euro das Stück, und praktischerweise direkt neben der Autogrammjägerschlange aufgereiht. 

Diese Shirts wird der Fußballstar gleich mit schwarzem Edding signieren: „Eins für mich, eins für meinen Mann und eins für meinen Sohn“, so die Fan-Frau. So wie David Beckham einst sexy und stolz für seine Unterhosen-Kollektion posierte, so zeigt sich nun Can ebenso lässig, aber eben sehr angezogen im dunklen Zweiteiler. An diesem Tag stellt er sich neben die Schaufensterpuppen, die wie er schwarzes Sakko, schwarze Hose, weißes Hemd und schwarze Krawatte tragen. Manche der Puppen tragen Fliege zu blauem Hemd. 

Wenige Stunden zuvor hat Can in einem Hotel unweit des Mains Interviews gegeben. Ganz entspannt mit Skyline-Blick. „Am meisten vermisse ich meine Familie und Freunde, die hier noch wohnen. Ich kann mir gut vorstellen in Zukunft wieder nach Frankfurt zu ziehen“, sagt er. Das Bodenständige scheint keine Pose. Wenn er seinen Fans Autogramme gibt, sieht man, dass er sich wirklich freut, wenn sie ihm Dinge sagen wie: „Du spielst schön.“ oder „Wie kann ich so werden wie du?“. 

Aber, wie fühlt es sich an, als Gesicht für eine Kollektion ausgewählt worden zu sein – und nicht etwa Jérôme Boateng? „Das ist eine große Ehre, schließlich ist David Beckham eine Mode-Ikone.“ Beckham habe zudem eine wichtige Rolle gespielt, findet Can: Seien doch Fußballer zu Zeiten Rudi Völlers noch alles andere als Stilikonen gewesen. „Da hat sich auf jeden Fall viel verändert. Mit meiner Liverpool-Mannschaft fahren wir sogar in Anzügen ins Stadion. Ich glaube Fußballer stehen heutzutage einfach mehr im Rampenlicht und in Anzügen sieht man einfach sehr gut aus“, sagt er. 

„Fußballer interessieren sich auch heutzutage nicht nur für Fußball, sondern eben auch für Mode. Und das können wir auch in den sozialen Medien zeigen.“ Aber er betont: „Ich mag es nicht zu sagen, dass ich einen guten Style habe. Das sollen andere beurteilen.“

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