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„Germany’s Next Topmodel“ Grenzenlose Hetze

Mit einem Musikvideo wehren sich Schülerinnen gegen das von Heidi Klum verordnete Schönheitsideal - und bekommen die Härte des Internets zu spüren. Unser Kommentar.

Heidi Klum
„Modelmama“ Heidi Klum prägt in ihrer Show „Germany’s Next Topmodel“ das Schönheitsideal junger Mädchen mit. Foto: afp

Es war eine lustige Aktion, die auf ein ernstes Problem hinweisen sollte. Schülerinnen haben ein Musikvideo produziert, in dem sie zeigen, dass sie sich nicht dem in „Germany’s Next Topmodel“ vermittelten Schönheitsideal unterwerfen wollen. Nach Sympathiebekundungen bekommen sie nun die volle Härte des Internets zu spüren.

Dass sich Elf- bis 15-Jährige, also auch Kinder, mit Anfeindungen wie „untervögelt“ und „hässliche Feminazis“ auseinandersetzen müssen, zeigt, dass Hass und Hetze im Netz keine Grenzen haben. Jetzt bezweifelt sogar Mitinitiatorin Stevie Meriel Schmiedel, dass sie „das noch mal so machen würde“. 

Das führt aber in ein Dilemma. Es wird zum Teilerfolg für Gegner der Genderideologie. Den Schutz der Mädchen auf Kosten der Reichweite des Projekts in den Vordergrund zu stellen, war nicht anders machbar. Aber die Macher dürfen sich nicht entmutigen lassen. Sie sollten ihr Projekt weiter vorantreiben – auf dass es zum Erfolg wird. Wer sich zu schnell einschüchtern lässt, überlässt den Pöblern und Hetzern das Feld. 

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