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Genua Zahlreiche Tote nach Einsturz einer Autobahnbrücke

Eine Autobahnbrücke der A10 in der italienischen Stadt Genua ist eingestürzt +++ die Neuigkeiten zum Unglück im Liveticker.

Genua
Ein Übersichtsfoto zeigt das Ausmaß der Tragödie. Der Einsturz der Autobahnbrücke hat mindestens elf Menschen das Leben gekostet. Foto: rtr

In Genua ist am Dienstag eine Autobahnbrücke der A10 teilweise eingestürzt. Mehrere Fahrzeuge stürzten in die Tiefe. Italienische Medien berichten von zahlreichen Toten. Alle Neuigkeiten zum Unglück finden Sie in unserem Liveticker.

18:18 Uhr: Den Text unserer Korrespondentin zum Einsturz der Brücke finden Sie unter diesem Link.

17:23 Uhr: Die Nachrichtenagentur Ansa berichtet unter Berufung auf die Feuerwehr: Mindestens 35 Menschen seien ums Leben gekommen.

17:07 Uhr: Elf Überlebende seien aus den Trümmern geborgen worden, sagt Bürgermeister Marco Bucci dem Fernsehsender SkyTG24. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin heißt es, das Generalkonsulat Mailand stehe in engem Kontakt mit den italienischen Behörden, um Informationen auch zu eventuellen deutschen Opfern zu sichern.

16:50 Uhr: „Es ist inakzeptabel, dass eine so wichtige Brücke nicht in einer Art und Weise gebaut war, dass ein Einsturz ausgeschlossen ist“, kritisiert der Staatssekretär im Verkehrsministerium, Edoardo Rixi.

16:48 Uhr: Die Zahl der Toten erhöht sich: Mindestens 30 Menschen seien gestorben, zahlreiche Menschen seien ernsthaft verletzt worden, sagt Vize-Regierungschef und Innenminister Matteo Salvini.

16:38 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schreibt seinem Amtskollegen Sergio Mattarella: „Wir wünschen den Rettungs- und Bergungskräften in dieser schwierigen Situation, in der das Ausmaß des Unglücks noch nicht absehbar ist, die nötige Kraft für die Bewältigung ihrer Aufgaben. Unsere Gedanken sind bei den Opfern des Unglücks und ihren Angehörigen.“

16:33 Uhr: Verkehrsminister Danilo Toninelli spricht von einer „entsetzlichen Tragödie“. Er schließt in einem Radio-Interview aus, dass Bauarbeiten an der Brücke Grund für den Einsturz seien. Vize-Regierungschef Luigi Di Maio sagt, der Staat werde alles unternehmen, um den Familien der Opfer zu helfen. 

16:25 Uhr: Aufgrund des Einsturzes müssen sich Urlauber mit dem Ziel der nordwestlichen Region Liguriens auf lange Wartezeiten einstellen. Die italienische A10 bleibt auf unbestimmte Zeit gesperrt. Der Fährhafen Genuas ist laut ADAC aber weiter über die A7 erreichbar. 

16:05 Uhr: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zeigt sich ebenfalls erschüttert. „Im Namen der EU-Kommission spreche ich den Familien und Freunden derer, die gestorben sind, und dem italienischen Volk mein tiefstes Mitgefühl und aufrichtiges Beileid aus“, sagte Juncker nach dem Unglück. Den Rettungskräften wünschte Juncker „Kraft und Mut“.

15:41 Uhr: Nach dem Unglück stellt sich die Frage nach dem Zustand der Brücken in Deutschland. Laut der Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) befinden sich 87 Prozent der 40.000 Brücken in Deutschland in ausreichendem oder besserem Zustand. Bei fast elf Prozent ist der Zustand nicht ausreichend, bei zwei Prozent mangelhaft.

15:37 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat der italienischen Regierung die Hilfe des Nachbarlands angeboten. „Frankreich ist an der Seite Italiens“ und „hält sich bereit, jede notwendige Hilfe zu leisten“, twitterte Macron. Seine Gedanken seien bei den Opfern, den Angehörigen und dem ganzen italienischen Volk, schrieb der Staatschef in seiner auch ins Italienische übersetzten Botschaft.

15:30 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel reagiert betroffen auf die Trägodie in Genua. Sie mit „vielen Deutschen in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen.“ Das Statement der Kanzlerin verbreitete Regierungssprecher Steffen Seibert über Twitter.

15:24 Uhr:  Laut dem italienischen Vizeverkehrsminister Eduardo Rixi seit damit zu rechnen, dass die Zahl der Opfer noch steigen werde.

15:21 Uhr: Der Pfarrer des betroffenen Stadtteils Sampierdarena hat zum Gebet für die Opfer aufgerufen. Für den späten Nachmittag lud Massimiliano Moretti zu einem Gottesdienst in die Kirche Santa Zita. Diese liegt unweit des eingestürzten Brückenabschnitts.

Auch der Genueser Weihbischof Nicolo Anselmi rief zum Gebet für die Opfer und ihre Angehörigen auf. Da die Brücke über stark bewohntes Gebiet führe, sei mit dem Schlimmsten zu rechnen, sagte er dem Pressedienst SIR (Dienstag). Er habe zwar mit Pfarrern in dem Stadtteil telefoniert. Weil man sich dem Unglücksort aber kaum nähern dürfe, sei eine Einschätzung schwierig.

15:18 Uhr: Die Opferzahl hat sich nach Angaben des italienischen Verkehrsministeriums dramatisch erhöht. Nun ist von 22 Toten die Rede.

15:10 Uhr: Neue Angaben zu den Verletzten. Die Zahl der Schwerverletzten sei laut italienischem Innenministerium auf fünf gestiegen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

14:40 Uhr: Der Betreiber der eingestürzten Autobahn, die Firma Autostrade, die wiederum zum Altantia-Konzern gehört, erklärte, dass Arbeiten im Gang gewesen seien, um das Fundament der Fahrbahn auf dem Viadukt zu verstärken. „Die Arbeiten und der Gesamtzustand der Brücke wurden ständig überwacht“, teilte das Unternehmen mit, das von Atlantia kontrolliert wird. „Die Einsturzursache wird gründlich untersucht, sobald es sicher ist, die Unglücksstelle zu betreten.“ 

Die Aktienmehrheit von Atlantia hält die Benetton-Familie. Atlantia hatte sich jüngst mit dem deutschen Bauriesen Hochtief verbündet, um den spanischen Mautautobahn-Betreiber Abertis zu übernehmen. Atlantia soll im Zuge der Transaktion auch direkt bei Hochtief einsteigen und knapp über 24 Prozent der Anteile halten.

14:36 Uhr: Ein Vertreter des Rettungsdienstes sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, man müsse damit rechnen, dass sich die Zahl der Todesfälle noch erhöht.

14:25 Uhr: Auch der Eisenbahnverkehr rund um Genau ist eingestellt.

14:04 Uhr: Das Innenministerium bestätigt die steigende Zahl der Opfer. Mittlerweile wisse man von elf Todesfällen, berichtet die die Nachrichtenagentur Ansa.

14:00 Uhr: Immer mehr Bilder vom Unglücksort werden veröffentlicht. Auf denen sieht man Einheiten der italienischen Polizei, der Feuerwehr und Rettungssanitäter, wie sie die Trümmer nach Überlebenden durchsuchen.

13:49 Uhr: Vier Schwerverletzte sollen mittlerweile geborgen worden sein und sich auf dem Weg in Krankenhäuser befinden. Am Unglücksort sind Hubschrauber im Einsatz. Das heftige Gewitter, das immer noch am Unfallort herrscht, dürfte die Bergungsarbeiten erschweren.

13:43 Uhr: Als Vorsichtsmaßnahme hat die Feuerwehr damit begonnen, die Gebäude in der Nähe der Brücke zu evakuieren.

13:40 Uhr: Mindestens zwei Menschen haben den Einsturz der Brücke laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa überlebt und seien von den Rettungskräften geborgen worden.

13:35 Uhr: Ermittler berichten von mindestens zehn Toten. Es sollen 20 Fahrzeuge von dem Einsturz der Brücke betroffen gewesen sein, an der vor zwei Jahren zuletzt Reparaturarbeiten durchgeführt wurden.

13:25 Uhr: Der italienische Verkehrsminister Danilo Toninelli bezeichnet den Einsturz als  „entsetzliche Tragödie“. „Ich beobachte mit größter Besorgnis, was in Genua passiert ist und was wie eine entsetzliche Tragödie aussieht“, twitterte der Politiker der Fünf-Sterne-Bewegung. Man stünde in engem Kontakt mit den Autobahnbetreibern.

Die Maut auf dem Teilstück der Autobahn wird von der Firma „Atlantia“ betrieben. Der Handel mit den Aktien des börsennotierten Unternehmens wurde nach Bekanntwerden des Unglücks an der Mailänder Börse vorübergehend gestoppt.

13:15 Uhr: Die Nachrichtenagentur Adnkronos spricht von „Dutzenden Toten“. Das Verkehrsministerium nennt das Unglück eine „unermessliche Tragödie“.

13:08 Uhr: Auf Twitter erscheinen Videos, die Rettungskräfte dabei zeigen, wie sie im strömenden Regen Verletzte aus stark beschädigten Fahrzeugen bergen. Auch mindestens ein Lastwagen ist in die Tiefe gestürzt.

12:59 Uhr: Die Ponte Morandi wurde laut Wikipedia zwischen 1963 und 1967 gebaut. Sie erstreckt sich über eine Länge von 182 Metern und verläuft auf einer Höhe von 45 Metern über dem Straßenniveau. Sie befindet sich zwischen dem antiken Hafen und dem Meerhafen von Genua und führt über den „Torrente Polcevera“, ein Fluss, der durch das Polcevera-Tal fließt und in Genau auf das Mittelmeer trifft.

12:55 Uhr: Die Agentur Agi berichtete, die Feuerwehr berge „zahlreiche Personen“ aus den Trümmern. Die Autobahn 10 wurde gesperrt.

12:45 Uhr: Laut der Polizei hat sich der Einsturz während eines heftigen Gewitters ereignet. Die Feuerwehr ist nach eigenen Angaben mit „massenhaft“ Einsatzkräften vor Ort.

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