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Gemälde im Weißen Haus Donald Trump scherzt mit Nixon und Lincoln

Ein Gemälde voller republikanischer Präsidenten hängt im Weißen Haus und beschäftigt Kunstkritiker und Comedians. Mittendrin, natürlich, Donald Trump.

Donald Trump
Das fragwürdige Fantasiegemälde von Andy Thomas hängt tatsächlich im Weiß Haus. Foto: Screenshot/Twitter/Andy Thomas

Es hängen viele Gemälde in den vielen Räumen und Gängen des Amtssitzes der US-Präsidentschaft. Und jeder Amtsträger hängt mal alte ab und neue auf, je nach politischer Agenda oder künstlerischem Gusto. Man will sich ja wohlfühlen in seinem temporären Zuhause.

Jetzt hängt dort ein ganz besonderes Gemälde. Denn jetzt wohnt Donald Trump an der Pennsylvania Avenue in Washington und dort fühlt er sich sehr wohl, wie er in einem großen Interview mit CBS-Journalistin Lesley Stahl bestätigte. Das mag auch an einem Bild liegen, an dem der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika sich derart erfreut, dass er es irgendwo im Weißen Haus aufgehängt hat.

Das Bild trägt den Titel „Der Club der Republikaner“. Es zeigt 14 republikanische Präsidenten: Den Anfang macht der 16. Präsident: Abraham Lincoln, es folgen Ulysses S. Grant, Theodore Roosevelt, William H. Taft, Warren G. Harding, Calvin Coolidge, Herbert Hoover, Dwight D. Eisenhower, Richard Nixon, Gerald Ford, Ronald Reagan, George Bush Senior und Junior. In der Mitte, mit Gewinnerlächeln und blonder Haartolle auf der Stirn: Donald Trump.

Lincoln scheint gerade einen Witz zu erzählen, über den Reagan, die Bushs, Eisenhower, Ford, Roosevelt und Nixon lachen. Vielleicht erzählt auch Nixon den Witz. Das wird nicht ganz deutlich. Donald selbst wirkt zufrieden und ebenfalls amüsiert. Er trinkt wohl eine Cola, Nixon genehmigt sich Rotwein, Eisenhower vielleicht einen Scotch, Bush Junior, trockener Alkoholiker, einen Eistee. Reagan irgendwas sehr Seltsames.

Andy Thomas ist der Maler

Das Kunstwerk erschaffen hat der Maler Andy Thomas. Laut Thomas habe der republikanische Kongressabgeordnete Darrell Issa aus Kalifornien Trump das Bild geschenkt. Der habe ihm telefonisch mitgeteilt, wie sehr ihm das Bild gefalle, sagte Thomas gegenüber der Internetseite „Daily Beast“. Meist würden ihm Bilder von ihm selbst nicht gefallen hatte Trump Thomas erzählt.

Auf einem früheren Bild hatte der Maler bereits den „Club der Demokraten“ skizziert, auf dem Barack Obama in ähnlichem Szenario mit früheren Präsidenten seiner Partei zu sehen war. Nur hängt das Bild nicht im Weißen Haus. In beiden Bildern ist aber eine Frau schemenhaft zu erkennen, die auf den von der Männerrunde besetzten Tisch zuläuft. Es sei „die zukünftige weibliche Präsidentin der USA“, sagt Thomas, von der er nur wisse, dass es sie bald geben würde, nicht aber, welcher Partei sie angehören würde.

Für US-Medien, Kunstexperten und Unterhaltungsschaffende ist das Gemälde eine Steilvorlage des Spotts. Kunstkritiker Jerry Saltz nannte es ein „idiotisches Hunde-spielen-Poker-Bild“ und Comedian Jimmy Kimmel ein „wunderschön gefertigtes Werk des Narzissmus“. Es befänden sich drei lebende Personen(neben Trump die beiden Bushs) auf dem Bild: „Zwei davon hassen Donald Trump, die dritte ist Donald Trump.“

Trump zu zeichnen, sei ihm schwer gefallen, sagte Thomas, der Maler, was an der Hautfarbe des Präsidenten liegen würde. Wenn Thomas gerade keine Präsidenten malt, bringt er Cowboys auf die Leinwand.

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