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Freitag, der 13 Tag des Glücks oder des Unglücks?

Es ist Freitag, der 13.: Tatsächlich brachte das Datum des Öfteren Unheil - manchem Politiker aber auch Gutes.

Costa Concordia
Auch dies ereignete sich am Unglückstag: Die Havarie des Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia 2012. Foto: Reuters

Für nicht abergläubische Menschen dürfte heute ein Tag wie jeder andere sein, manch einer wird jedoch besonders umsichtig durch den Tag gehen oder, wenn möglich, das eigene Bett gar nicht erst verlassen. Denn heute ist Freitag, der 13. – Unheil bahnt sich an. Oder doch nicht? Tatsächlich fallen einige Unglücke in der Vergangenheit auf dieses ominöse Datum, viele verbinden den Tag jedoch auch mit Erfolgen, beispielsweise einige Politiker. Ein Überblick:

Eine Sturmgefahr ist nicht zu leugnen, gleich mehrere Unwetter haben sich in jüngerer Zeit an einem Freitag, den 13. ereignet. Im August 2004 müssen wegen Hurrikan Charly in Florida eine Million Menschen ihre Häuser verlassen. Im März 2015 sorgen Ausläufer des Zyklons Pam auf der Pazifikinsel Tuvalu für schwere Überschwemmungen. Und im Januar vergangenen Jahres richtet Tief Egon hierzulande reichlich Schaden an.

Und noch drei weitere tragische Ereignisse der vergangenen Jahre werden mit diesem Datum in Verbindung gebracht: Im Januar 2012 steuert Kapitän Francesco Schettino den Kreuzfahrtriesen „Costa Concordia“ auf einen Felsen vor der Insel Giglio – 32 Menschen kommen bei dem Unglück ums Leben. Im November 2015 sterben in Paris 132 Personen bei Terroranschlägen, mehr als 80 alleine im Musikclub Bataclan. Zahlreiche Opfer gibt es auch im Jahr 2004 als am 13. August Hutu-Milizen Tutsi-Flüchtlinge in Burundi überfallen, wobei 163 Menschen zu Tode kommen.
Historische Ereignisse

In fernerer Vergangenheit haben sich zudem zwei Flugzeugkatastrophen an einem Freitag, den 13. ereignet – beide sogar am selben Tag im Oktober 1972. 174 Menschen sterben beim Crash einer Aeroflot-Maschine nahe Moskau, das „Wunder der Anden“ nimmt derweil in Südamerika seinen Anfang, als ein Flugzeug mit einer Rugby-Mannschaft aus Uruguay in dem Gebirgszug abstürzt. 16 Personen überleben das Unglück, auch weil sie in den folgenden Wochen das Fleisch von einigen der beim Absturz Getöteten essen. In der Luftfahrt fällt jedoch auch ein historisches Ereignis auf das sagenumwobene Datum. Am 13. April 1928 gelingt den deutschen Piloten Hermann Köhl und Günther Ehrenfried Freiherr von Hünefeld sowie dem Iren James C. Fitzmaurice der erste Atlantik-Überflug von Ost nach West – sie landen nach mehr als 36 Stunden Flugzeit auf Greenly Island vor Kanada.

Neben diesen großen Ereignissen bringt so manche Einzelperson wenig Erbauliches mit dem Datum in Verbindung. So wird Karl-Heinz Wildmoser junior zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt – am 13. Mai 2005. Laut dem Münchner Landgericht hat er sich Untreue und Bestechlichkeit im Zusammenhang mit dem Bau der Allianz-Arena zu Schulden kommen lassen. Vier Jahre davor im April macht das Unglück nicht einmal vor Papst Johannes Paul II. halt: Zum ersten Mal in seiner Amtszeit muss der Pontifex seine Teilnahme an der traditionellen Kreuzweg-Prozession beim Kolosseum absagen, aus gesundheitlichen Gründen.

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