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Fotos im Netz Penis in Hantel eingeklemmt - Klinik ermittelt

Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen: Der Penis eines Mannes klemmte im Loch einer Hantelscheibe, die Feuerwehr musste im Klinikum anrücken. Von dem Eingriff sind nun Fotos im Internet aufgetaucht.

08.11.2017 14:30
Penis in Hantelscheibe eingeklemmt
In der Klinik in Worms wurde der Eingeklemmte vorsichtig von der Feuerwehr befreit. Foto: - (Feuerwehr Worms)

Der außergewöhnliche Feuerwehreinsatz in Worms, bei dem der Penis eines Mannes aus dem Loch einer Hantelscheibe befreit worden war, hat ein Nachspiel. Grund dafür ist, dass im Internet Fotos aufgetaucht sind, die zeigen, wie der Mann im September im Wormser Klinikum aus seiner misslichen Lage befreit wurde. Das teilte die Klinik am Mittwoch mit. Noch ist unklar, wer die brisanten Bilder gemacht und sie in soziale Netzwerke gestellt hat.

Eine Sprecherin der Klinik sagte am Mittwoch, eine interne Ermittlungsgruppe habe die Arbeit aufgenommen und versuche nun die Herkunft des veröffentlichten Bildmaterials „lückenlos aufzuklären“. Zuvor hatten verschiedene Medien darüber berichtet. Einem Bericht des „Mannheimer Morgen“ zufolge wollten sich in dem Operationssaal „eine Menge Leute“ persönlich ein Bild von dem ungewöhnlichen Notfall machen wollen.

Einsatz dauerte drei Stunden

Seinerzeit hatte die Klinik die Feuerwehr um Hilfe gerufen, um das sensible Körperteil des Mannes zu befreien. Es folgte ein dreistündiger Einsatz mit Schleifer, Vibrationssäge und einem hydraulischen Rettungsgerät. Wie der Mann sich genau in die Lage gebracht hatte, war nicht klar geworden. Die Feuerwehr hatte damals von einem „kuriosen Trainingsunfall“ gesprochen.

Der Wormser Oberbürgermeister, Michael Kissel (SPD), sagte der Deutschen Presse-Agentur, er verurteile die Veröffentlichung der Fotos als „schwerwiegenden Eingriff in die Persönlichkeitsrechte“. Kissel, der sowohl Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums Worms als auch Dienstherr der Feuerwehr ist, kündigte arbeitsrechtliche Schritte an, sollte die verantwortliche Person ausfindig gemacht werden. Nach Angaben der Wormser Polizei war bis zum Mittwochmorgen noch keine Anzeige eingegangen.

Kissel sagte, man habe sich mit Blick auf die Dimension des Falls, und um nachhaltigen Schaden für das Klinikum zu vermeiden, an den rheinland-pfälzischen Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Dieter Kugelmann, gewandt.

Kugelmann beurteilt den Fall als „Persönlichkeitsverletzung schlimmster Art“. Allerdings handele es sich nicht um eine klassische Datenschutzpanne, da die Klinik die Fotos nicht selbst veröffentlicht habe. Gleichwohl stelle sich die Frage nach der Aufsichtspflicht und inwieweit diese verletzt worden sei. Es müsse auch geklärt werden, ob die Fotos zunächst zu Dokumentationszwecken gemacht und später für die Veröffentlichung missbraucht worden seien oder ob jemand bewusst die Szene zum Zweck der späteren Veröffentlichung fotografiert habe. (dpa)

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