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Flüchtlingsdrama vor Lampedusa Mindestens 133 Flüchtlinge sterben

Nach der Flüchtlingstragödie vor der italienischen Insel Lampedusa ist die Zahl der Opfer auf mindestens 133 gestiegen. Von den 500 Menschen an Bord konnten bisher etwa 155 gerettet werden.

03.10.2013 10:57
Ein Schiff der Küstenwache vor der Insel Lampedusa. Immer wieder steuern Schiffe mit Flüchtlingen die Mittelmeerinsel an. Foto: imago stock&people

Nach der Flüchtlingstragödie vor der italienischen Insel Lampedusa ist die Zahl der Opfer auf mindestens 133 gestiegen. Taucher der Küstenwache entdeckten am frühen Donnerstagabend in und neben dem gekenterten Flüchtlingsboot mindestens 40 weitere Leichen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Das Schiff soll demzufolge in etwa 40 Meter Tiefe vor der Nachbarinsel Isola dei Conigli im Mittelmeer liegen.

Von den etwa 500 Menschen an Bord konnten zunächst etwa 155 gerettet werden. Hunderte werden weiterhin vermisst, die Zahl der Opfer könnte daher noch steigen. Das Boot hatte am Donnerstagmorgen
Feuer gefangen und war gekentert. Dutzende Migranten ertranken, darunter auch drei Kinder und zwei schwangere Frauen, wie Italiens Innenminister Angelino Alfano sagte.

Berichten zufolge sollen einige Flüchtlinge auf dem Schiff eine Decke angezündet haben, um ein Fischerboot in der Nähe auf sich aufmerksam zu machen. Das Feuer breitete sich aus, das Schiff kenterte. Die Überlebenden der Schiffstragödie sollen überwiegend aus Somalia und Eritrea stammen. Die Migranten waren nach Angaben von Geretteten vor zwei Tagen in der libyschen Hafenstadt Misrata gestartet. (dpa)

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