Lade Inhalte...

„Faktastisch“ Wer zusammen putzt, hat mehr Sex

Auf Instagram, Facebook und Youtube interessieren sich Millionen von Abonnenten für skurrile Fakten. Beispiele gefällig?

Paar beim Putzen
Dieser Mann wusste schon 1950, dass es klug ist, die Hausarbeit mit seiner Frau gemeinsam zu erledigen. Foto: imago

In Zeiten von Fake News ist die Sehnsucht nach echten Informationen offenbar besonders groß. Wie sonst lässt sich der Erfolg der „Faktastisch“-Reihe erklären?

Auf Instagram, Facebook und Youtube haben die Sammler und Herausgeber von skurrilen Fakten mehr als neun Millionen Abonnenten. Die Bandbreite der Themen reicht von Tieren („Wenn sich Katzen in Schachteln verstecken, bauen sie Stress ab“) über Karrieretipps („Mitarbeiter, die oft lächeln, haben bessere Beförderungschancen“) bis hin zu allgemeinen Lebensweisheiten („Wenn man beim Einschlafen an die Vergangenheit denkt, schläft man schneller ein“). Das ist absolut unnützes, aber unterhaltsames Wissen. Ein Team von gerade mal zwei Autoren recherchiert die kuriosen Erkenntnisse, die – und darauf legen sie Wert - alle „mit ausführlichen Hintergrundinfos und Quellenangaben“, daherkommen. Kürzlich ist ein Buch mit Wissenswertem rund um die Liebe erschienen, Wir drucken die witzigsten und überraschendsten Fakten.

Wer zusammen putzt, hat mehr Sex

Gemäß dieser Studie von Wissenschaftlern der Cornell University, die im Journal of Marriage and Family veröffentlicht wurde, ist traditionelles Rollenverhalten nicht gut für das Liebesleben.
Kümmert sich nur die Frau um Hausputz und Co., haben die Paare deutlich weniger Sex.

Erledigen die Paare diese Arbeit gemeinsam, steigt die Libido. In den USA ist das klassische Rollenverständnis noch weit verbreitet; die Männer gehen ihrem Job nach, während sich der Großteil der Frauen dem Haushalt widmet. Es wird vermutet, dass es in Deutschland sehr ähnlich aussieht und man sich auch hier noch nicht von der klassischen Rollenverteilung verabschiedet hat. Es mag ja bequem sein für die meisten Männer, wenn das Putzen von ihrer Partnerin erledigt wird, aber mit der Aussicht auf ein deutlich leidenschaftlicheres Liebesleben sollten die Herren vielleicht doch lieber schleunigst zum Feudel greifen – wenn das mal kein Anreiz

Langes Leben dank Abschiedskuss

Der deutsche Psychologe Dr. Arthur Szabo fand in einer Langzeitstudie heraus, dass Männer, die ihrer Partnerin morgens einen Abschiedskuss geben, im Schnitt fünf Jahre länger leben als Männer, die morgens grußlos das Haus verlassen. Außerdem sind diese Männer seltener krank, haben seltener Unfälle auf dem Weg zur Arbeit und verdienen sogar 20 bis 30 Prozent mehr Geld. Der Grund für das längere und erfolgreichere Leben besteht laut Dr. Szabo darin, dass der morgendliche Abschiedskuss für eine positive Grundstimmung sorgt und dass diejenigen, die sich kusslos verabschieden, mit weniger Selbstvertrauen aus dem Haus gehen.

Schiefe Zähne sind sexy

Auf die Japaner ist Verlass, wenn es um abgefahrene Beauty-Trends oder Sexvorlieben geht. Oft hängt beides auch zusammen, wie bei dem typisch japanischen Bild der erwachsenen Frau, die sich mit Zöpfchen, Kniestrümpfen und Minirock als Schulmädchen „verkleidet“, weil japanische Männer das offenbar attraktiv finden. Dazu passt auch ein weiterer japanischer Schönheitstrend: schiefe Zähne. Auch das soll die Frau wieder zum Kind machen, denn schiefe Zähne – besonders nach vorn stehende Eckzähne – erinnern an die Zeit, in der einem die Milchzähne ausfallen und man ein noch lückenhaftes, leicht schiefes neues Gebiss bekommt. Das gilt als sehr niedlich. Wer nicht von vornherein solche Zähne hat (yaeba, außer der Reihe stehend, genannt), kann sich für umgerechnet ca. 500 Euro in einer yaeba tsuke genannten Prozedur künstliche vorstehende Eckzähne ankleben lassen.

Falsches Schamhaar seit dem 15. Jahrhundert

Damals rasierten sich Frauen die Schamgegend hauptsächlich aus hygienischen Gründen (Läuse!) und befestigten dann ein künstliches Haarteil daran, um nicht zu nackt, zu anstößig auszusehen. Prostituierte trugen die Schamhaarperücke außerdem, um Anzeichen von Geschlechtskrankheiten damit zu verdecken. In der Shakespeare-Zeit, als Frauenrollen auf der Bühne von Männern dargestellt wurden, verwendeten die Schauspieler solche Haarteile, um auch in Nacktszenen als Frau durchzugehen. Seit dem 17. Jahrhundert ist für Schamhaarperücken der Begriff „merkin“ gebräuchlich. In Hollywood werden merkins heute oft aus rechtlichen Gründen getragen: Paradoxerweise werden falsche Schamhaare in „full-frontal“-Nacktszenen von der Filmbehörde nicht so streng beurteilt wie echte. Doch auch als Normalverbraucher kann man sich heute merkins zulegen: Diverse Onlineshops bieten Schamhaarperücken an. Burlesque-Tänzerinnen dekorieren sie mit Pailletten und Flitter, und angeblich werden Schamhaarperücken aus echtem Menschenhaar in Japan unter anderem an Schulmädchen verkauft, die nur wenig echten Haarwuchs haben. Ihr poetischer Name: „Blume der Nacht“.

Rendezvous am Mittwoch

Rein statistisch gesehen, ist der Mittwoch der beste Tag für ein Date: Die Anstrengungen langer Clubnächte am Wochenende sind verdaut, Körper und Geist haben sich erholt und sind bereit für neue Abenteuer. An einem Mittwoch sind viele Menschen besonders vital und offen für neue Begegnungen.

Außerdem ist den meisten in der Wochenmitte eine Unterbrechung vom Trott der langen Arbeitswoche sehr willkommen. Viele Singles verspüren am Wochenende den Druck, ein sexuelles Abenteuer erleben zu müssen. Das hemmt mehr, als dass es Dates möglich macht. An einem Mittwoch dagegen kann man ganz entspannt und ohne große Erwartungen ausgehen. Die Chancen, dann jemanden zu treffen, der auch ganz spontan Lust hat zu sehen, wo die Neugier ihn hintreibt, sind sehr groß.

Heiraten zwischen Burgern und Fritten

Kindergeburtstage bei McDonald’s gibt es ja schon lange … aber Hochzeiten? Dieser Service wurde in Hongkong, und bisher nur in Hongkong, 2011 eingeführt – weil immer wieder Kunden danach fragten. McDonald’s-Sprecherin Jessica Lee sagte, viele Paare hätten sich eben bei McDonald’s kennengelernt oder als Frischverliebte viel Zeit dort verbracht, da läge es doch nahe, auch die Hochzeit dort zu feiern. Seither bieten 15 Filialen in Hongkong einen Hochzeitsservice an, den man buchen kann. Das billigste Pauschalpaket gibt es schon für umgerechnet 300 Euro, das teuerste kostet ab 1200 Euro. Enthalten sind neben dem üblichen McDonald’s-Essen und Softdrinks (kein Alkohol!) für 50 Gäste auch knallbunte Ballondekorationen, Musikbeschallung, Einladungskarten und kleine (Plastik?-)Geschenke für die Gäste. Nach zwei Stunden Feier zwischen 18 und 22 Uhr wird man herausgekehrt – McDonald’s ist eben immer noch ein Schnellrestaurant.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen