Lade Inhalte...

Fährenunglück in Südkorea „Sewol“-Reederei verliert Betriebslizenz

Die Reederei der untergegangenen Fähre "Sewol" verliert fast vier Wochen nach dem Unglück die Lizenz für die Strecke, auf der das Schiff gekentert war. Lizenzen für andere Strecken will das Unternehmen freiwillig zurückgeben.

12.05.2014 14:21
Gelbe und schwarze Schleifen erinnern in Ansan an den Untergang der Fähre "Sewol". Foto: REUTERS

Fast vier Wochen nach dem Untergang der Fähre «Sewol» in Südkorea hat die Regierung der Reederei die Lizenz für die Strecke entzogen, auf der das Schiff gekentert war. Als Grund nannte das Ozeanministerium am Montag schwere Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften durch das Unternehmen und Besatzungsmitglieder. Die Reederei Chonghaejin Marine habe der Maßnahme nicht widersprochen, sagte ein Behördensprecher. Auch wolle das Unternehmen seine Betriebslizenzen für andere Strecken freiwillig zurückgeben.

Bei dem Unglück der «Sewol» am 16. April vor der Südwestküste Südkoreas gab es mindestens 275 Tote. Noch immer galten 29 der ursprünglich 476 Insassen als vermisst. Nur 172 Menschen konnten gerettet werden. Die Bergungsarbeiten wurden am Montag den dritten Tag in Folge wegen schlechten Wetters unterbrochen.

Der Geschäftsführer der Reederei und vier weitere Angestellte sitzen in Untersuchungshaft. Die Ermittler vermuten, dass eine Überladung und frühere Umbauten an der Fähre das Unglück mitverursacht haben. Auch der Kapitän und andere 14 leitende Crewmitglieder sind in U-Haft. Sie werden beschuldigt, die Passagiere auf dem sinkenden Schiff im Stich gelassen zu haben. (dpa)

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen