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Erdbeben auf Bali und Lombok Zahl der Toten nach Erdbeben steigt weiter

4. UpdateSchon wieder hat vor Indonesien die Erde gebebt. Die bei Touristen beliebten Inseln Lombok, Bali und auch Java sind betroffen. Die Opferzahl dürfte noch weiter steigen.

05.08.2018 19:06
Erdbeben in Indonesien
Nach dem schweren Erdbeben läuft eine Frau mit ihrem Kind an einer eingestürzten Wand in Lendang Bajur Hamlet vorbei. Foto: rtr

Die Zahl der Toten bei dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok ist auf 141 gestiegen. Mehrere hundert Menschen wurden nach Angaben der natoinalen Katastrophenschutzbehörde vom Montag verletzt. Die Opferzahl dürfte noch steigen, da noch Angaben aus einigen betroffenen Gebieten fehlen.

Tausende Gebäude wurden bei dem Beben der Stärke sieben beschädigt. Allein im Distrikt Nord-Lombok seien 29 Menschen gestorben. Die meisten Opfer seien auf herunterfallende Trümmerteile zurückzuführen. Das Beben hatte eine Stärke von 7,0.

An der Nordküste von Lombok wurde eine kleine Tsunamiwelle von 13 Zentimetern Höhe registriert, eine weitere bildete sich vor der östlichen Nachbarinsel Sumbawa. Medien berichteten auch von Gebäudeschäden auf der westlichen Nachbarinsel Bali.

Das Zentrum des Bebens lag rund 18 Kilometer nordöstlich von Lombok in 15 Kilometern Tiefe. Es folgten zahlreiche Nachbeben. Der Katastrophenschutz rief die Bevölkerung zunächst auf, Meeresküste und Flussufer zu meiden. Die Tsunami-Warnung wurde später aufgehoben. „Wir sammeln uns hier im Dunkeln ohne Strom. Jeder ist draußen im Freien“, sagte der Distriktchef von Nord-Lombok, Najmul Akhyar.

Twitter-Nutzer wie US-Model Chrissy Teigen sendeten aufgeregte Tweets aus Bali. Der Korrespondent des australischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks ABC, David Lipson, berichtete von Schäden an Balis Flughafen. Auch im Osten Javas war das Beben deutlich zu spüren.
Lombok war erst vor einer Woche von einem Erdbeben erschüttert worden. Dabei wurden 16 Menschen getötet. Außerdem gab es mehr als 350 Verletzte. Mehr als 500 Ausflügler wurden in den folgenden Tagen von dem aktiven Vulkan Rinjani in Sicherheit gebracht, wo sie zeitweilig festsaßen. Unter ihnen waren auch annähernd 200 Touristen aus dem Ausland, darunter etwa zwei Dutzend Deutsche.

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Immer wieder bebt dort die Erde oder es brechen Vulkane aus. (dpa/afp/rtr)
 

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