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Trickreich Katja Riemann auf der Berlinale

Aus unserem Archiv haben wir die Beobachtungen unserer Berlinale-Expertin Cornelia Geißler gefischt über ihre Begegnung mit Katja Riemann.

22.03.2013 11:21
Mit einem unglücklichen Interview in der NDR-Show „Das!“ hat sich die deutsche Schauspielerin Katja Riemann unfreiwillig das Interesse einer breiten Öffentlichkeit zugezogen. Sie gibt zu, schon bessere Interviews gegeben zu haben. In den Hintergrund tritt in der heißen Debatte ihre erfolgreiche Karriere als preisgekrönte Schauspielerin. Seit 1985 macht Riemann Filme. Foto: imago stock&people

Auf der Karte steht: "Für Zuspätkommende kein Einlass". Doch schiebt sich am Freitagmorgen um 9.35 Uhr noch ein Häufchen Leute durch die Türen des Friedrichstadt-Palastes. Wir werden aufgehalten von Männern mit Headsets. Oh je, zu spät! Eine Frau drängt sich energisch zwischen die Unglücklichen. "Ich muss durch, ich bin in der Jury" ruft sie. In der Jury? Das kann nicht die amerikanische Kamerafrau Ellen Kuras sein, die einzig Blonde im Team von Wong Kar Wai. Diese Frau ruft ja auf Deutsch. Die Auflösung kommt von einem der Sprechfunk-Männer. Er sagt seinen Kollegen weiter: "Achtung, an alle Türen, gleich kommt Katja Riemann!" Da beugt sich eine Einlassdame von der Balustrade im ersten Stock, fragt amüsiert, was los sei. Also ruft er es noch einmal nach oben, dass Katja Riemann die Treppen hoch gestürmt sei und sich nicht aufhalten ließ. "Na, die kenn wa ja", antwortet die Dame entspannt. Die Schauspielerin Katja Riemann hat nicht gelogen. Sie gehört der Jury des Amnesty International Filmpreises an. Die anderen dürfen dann auch noch rein; durch einen Seiteneingang. (beobachtet von Cornelia Geißler, aus dem FR-Archiv vom 16.02.2013)

 

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