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Unfall im AKW Fukushima Katastrophe fast wie Tschernobyl

Experten stufen Unfall in Japan auf Stufe 6 von 7 ein. Die Katastrophe von Tschernobyl hatte die Stufe 7 auf der INES-Skala. Die Wahrscheinlichkeit einer nuklearen Katastrophe steigt unterdessen weiter

15.03.2011 19:20
Grafik zum Zustand der Blöcke des Kernkraftwerks Fukushima Eins Foto: dpa-infografik

Der Unfall im AKW Fukushima hat nach Einschätzung von Experten die zweithöchste Stufe in der Internationalen Bewertungsskala (INES). Das Geschehen sei mit Stufe 6 von 7 zu bewerten, teilte der Präsident der Französischen Atomsicherheitsbehörde (ASN), André-Claude Lacoste, am Dienstag in Paris mit. Die Katastrophe von Tschernobyl hatte die Stufe 7 auf der INES-Skala.

Die Wahrscheinlichkeit einer nuklearen Katastrophe steigt unterdessen weiter. Am Dienstag zog der Betreiber Tepco die letzten rund 50 Mitarbeiter aus dem AKW Fukushima 1 ab, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Die radioaktive Belastung in den Kontrollräumen sei so stark angestiegen, dass sie eine akute Gefahr für die Gesundheit bedeutet habe.

Premierminister Naoto Kan sagte, aus vier Reaktoren des AKW sei radioaktive Strahlung ausgetreten und warnte vor weiteren Lecks. Die Lage hatte sich am Dienstag verschlechtert, nachdem es zu einer heftigen Explosion und einem Brand in Reaktor 4 gekommen war. In der Außenwand klaffen zwei je acht Quadratmeter große Löcher.

Tepco versuche nun, den Reaktor mit kühlendem Wasser per Hubschrauber zu versorgen. Der Luftraum über Fukushima wurde gesperrt. Für einen 30-Kilometer-Radius über den Reaktoren gelte eine Flugverbotszone.( bba/dpa/rtr)

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