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Brandenburg Dörfer wegen Waldbrand evakuiert

Ein Waldbrand in Brandenburg breitet sich rasend schnell aus. Am Abend müssen Hunderte ihre Häuser verlassen. Wann der Brand gelöscht werden kann, bleibt zunächst unklar.

23.08.2018 21:56
Waldbrand in Südbrandenburg
Rauch steigt neben einem Haus auf, vor dem ein Fahrzeug der Feuerwehr steht. Ein Feuer hat sich im Südwesten Brandenburgs auf einer großen Waldfläche ausgebreitet. Betroffen seien rund 30 Hektar Fläche, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes. Foto: dpa

Rund 50 Kilometer vor der Stadtgrenze von Berlin breitet sich ein Waldbrand in Brandenburg rasant aus - zwei Dörfer mit Hunderten Bewohnern wurden am Donnerstagabend evakuiert. Am Abend brannte bereits eine Fläche so groß wie 400 Fußballfelder.

Betroffen ist ein Gebiet südlich von Potsdam. Die größte Stelle, die brennt, ist laut den Einsatzkräften einen Kilometer breit und drei Kilometer lang. Die Gefahrenabwehrbehörde der Stadt Treuenbrietzen bat „die Bevölkerung in den Orten Tiefenbrunnen und Klausdorf ihre Häuser zu verlassen und den Anweisungen der örtlichen Kräfte zu folgen“.

Ein Sprecher der brandenburgischen Polizeidirektion West sagte, auch in Frohnsdorf müssten die Menschen aus ihren Häusern. Ob weitere Orte im Laufe des Abends und der Nacht hinzukommen könnten, konnte er noch nicht sagen. Das auf 300 Hektar geschätzte Feuer sei teilweise 100 Meter von Orten entfernt, hieß es. Von den Evakuierungen betroffen waren am Abend insgesamt rund 600 Menschen.

Die Menschen sollten nur das Wichtigste mitnehmen wie Papiere oder Medikamente, hieß es. Anwohner in der Gegend wurden außerdem gebeten, Fenster und Türen wegen der Rauchentwicklung geschlossen zu halten. Die Rauchsäule sei 10 Kilometer weit zu sehen, sagte der Sprecher. Die Feuerwehr versuche, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Das Wetter helfe dabei bislang nicht. „Es wäre schön, wenn es regnet.“

Der Brand hatte sich am Nachmittag schnell ausgebreitet. Weil der Boden mit Munition belastet ist, sind die Löscharbeiten besonders schwierig. Die Feuerwehr war mit 600 Einsatzkräften vor Ort, auch 60 Polizisten sicherten die evakuierten Orte. (dpa)
 

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