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Bilanz Millionen weiter ohne Strom

In Florida sind die Verwüstungen weniger schlimm als befürchtet, heftiger trifft es die Karibik.

13.09.2017 10:20
Georgia
Auswirkungen des Sturms sind in St. Marys in Georgia zu sehen. Foto: rtr

Experten schätzten die Schäden durch Sturm und Überschwemmungen allein im US-Küstenstaat Florida auf 20 bis 60 Milliarden Dollar und 6,2 Millionen Menschen waren auch am Dienstag weiter ohne Strom. Doch waren die Verwüstungen weniger schlimm als befürchtet. Weitaus schwerer hatte „Irma“ zuvor in der Karibik gewütet.

„Irma“ war am Sonntag als Hurrikan der zweitstärksten Kategorie 4 auf der Inselkette der Florida Keys im Süden des US-Bundesstaats auf Land getroffen und hatte dort schwere Verwüstungen angerichtet. Zuvor hatte er sich um eine Stufe abgeschwächt und seinen Kurs verändert.
Andere Teile von Florida kamen dadurch relativ glimpflich davon. Dies galt etwa für die Metropole Miami an der Atlantikküste, wo am Montag bereits die Aufräumarbeiten begannen.

Auch die Sturmfluten fielen größtenteils weniger verheerend aus als vorhergesagt. Heftiger Regen sorgte jedoch in einigen Gebieten für Rekordüberschwemmungen. Auf seinem Weg durch Florida schwächte sich der Hurrikan immer weiter ab. Als Tropensturm und schließlich als Tiefdruckgebiet zog „Irma“ nach Georgia, Alabama und Tennessee weiter, am Mittwochabend dürfte sich „Irma“ nach Angaben des US-Hurrikanzentrums (NHC) gänzlich aufgelöst haben.
Floridas Gouverneur Rick Scott und Miamis Bürgermeister Carlos Gimenez warnten allerdings vor zu großem Optimismus. Es werde noch lange dauern, bis die Stromversorgung wieder normal funktioniere. Im ganzen Bundesstaat warnten die Behörden vor abgerissenen Stromleitungen, ungeklärten Abwässern – sowie freigesetzten gefährlichen Tieren wie etwa Schlangen und Alligatoren.

Mit aller Wucht als Hurrikan der höchsten Kategorie 5 hatte „Irma“ dagegen die Karibik getroffen. Allein in Kuba tötete laut Zivilschutz zehn Menschen: Manche der Opfer ertranken in den Fluten, andere wurden durch Stromschläge, einstürzende Bauwerke oder den Absturz eines Balkons auf einen vorbeifahrenden Bus getötet. Von anderen Karibikinseln waren zuvor bereits insgesamt 28 Todesopfer gemeldet worden. Florida meldete drei weitere Tote.

Schwere Verwüstungen richtete „Irma“ auch auf den britischen, französischen und niederländischen Karibikinseln an. Nach heftiger Kritik an der unzureichenden Hilfe der französischen Behörden angesichts des Chaos im Gefolge von „Irma“ reiste Präsident Emmanuel Macron am Dienstag nach Guadeloupe, Saint-Martin und Saint-Barthélemy. König Willem-Alexander der Niederlande traf bereits am Montag im niederländischen Teil von Saint-Martin ein, der britische Außenminister Boris Johnson wollte am Dienstag die betroffenen britischen Karibikgebiete besuchen. US-Präsident Donald Trump kündigte seinerseits an, „sehr bald“ nach Florida zu reisen. Erst kürzlich hatte er Texas und Louisiana besucht, wo der Hurrikan „Harvey“ im August schwere Verwüstungen angerichtet hatte. (afp)

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Irma
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