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Amoklauf in Kanada Schütze von Toronto litt an Psychosen

Die Polizei rätselt über die Motive des Amokläufers von Toronto, der in einer Flaniermeile zwei Menschen erschossen und 13 weitere verletzt hat.

24.07.2018 09:43
Trauer um die Opfer des Amoklaufs
Trauer um die Opfer des Todesschützen von Toronto. Foto: afp

Trotz der Identifizierung des Todesschützen von Toronto rätselt die Polizei weiter über die Motive des Mannes. Polizeichef Mark Saunders sagte, es werde weiter in alle Richtungen ermittelt und kein Motiv werde ausgeschlossen. Die Familie des Todesschützen teilte dem kanadischen Sender CBC in einem Statement mit, der 29-Jährige habe sein Leben lang schwere psychische Probleme gehabt und an Depressionen und Psychosen gelitten.

Der Mann hatte am Sonntag auf einer Flaniermeile eine 18-jährige Frau und ein 10 Jahre altes Mädchen erschossen. 13 weitere Menschen wurden verletzt. Auch der Schütze selbst starb – nach einem Schusswechsel mit Polizisten.

In der Mitteilung der Familie hieß es, den Angehörigen der Opfer gelte „unser tiefstes Mitgefühl wegen der furchtbaren Taten unseres Sohnes“. Man habe ihm sein Leben lang versucht zu helfen, aber sich nie vorstellen können, dass es zu so einem Ende kommen könnte.

Unklar war noch, ob der Schütze von der Polizei erschossen wurde oder sich selbst umbrachte. Die Leiche soll daher am Dienstag einer Autopsie unterzogen werden, wie eine kanadische Polizeiaufsichtsbehörde mitteilte. Nach Angaben der Behörde rannte der 29-Jährige nach einem Schusswechsel mit zwei Polizisten zunächst davon und wurde kurz darauf tot gefunden.

Der Täter hatte am Sonntagabend gegen 22 Uhr (Ortszeit) auf einer Straße mit Geschäften, Bars und Restaurants im Stadtteil Greektown das Feuer eröffnet. Der Polizei zufolge nutzte er eine Handfeuerwaffe. Laut Augenzeugen gab er in der Gegend rund 20 Schüsse ab und wirkte dabei „sehr entspannt“. In einem Video ist zu sehen, wie ein schwarz gekleideter Mann mit einer Mütze zügig die Straße entlang geht, eine Waffe zieht und dann in ein Gebäude schießt.

In Kanada gibt es deutlich weniger Schusswaffen als im südlichen Nachbarland USA. Trotzdem kam es dort in vergangenen Jahren wiederholt zu bewaffneten Angriffen auf die Bevölkerung, darunter in Quebec mit sechs Toten im Januar 2017. Im April dieses Jahres war zudem ein Mann mit einen Lieferwagen über Gehwege Torontos gerast und hatte dabei zehn Menschen getötet. (dpa)

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