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Al Bano und Romina Power Was wurde aus Ylenia?

Eine neue Spur der vermissten Tochter von Al Bano und Romina Power ist aufgetaucht. Sie führt nach Florida.

20.11.2015 23:40
Ylenia Carrisi ist seit 1994 verschwunden. Foto: dpa

Sie sangen so oft vom Glück, dass ihnen eigentlich gar kein Unglück widerfahren durfte. „Felicità“, der Ohrwurm von 1982, machte Al Bano und Romina Power berühmt. Der Italiener aus Apulien und die Tochter des Schauspielers Tyron Power aus Kalifornien waren nicht nur auf der Bühne ein Traumpaar, sondern auch im privaten Leben. Doch dann verschwand ihr Kind spurlos.
Ylenia Carrisi, geboren 1970, älteste von vier gemeinsamen Töchtern des Paars, war in Süd- und Nordamerika unterwegs und lebte zuletzt in New Orleans. Seit Anfang Januar 1994 wurde sie nicht mehr gesehen. In den USA wurde Ylenia vermutet, in der Karibik und in Deutschland. Nun gibt es eine neue Spur der Verschwundenen, die ein Gericht in Brindisi Ende 2014 auf Antrag des Vaters für tot erklärt hatte.

Die Spur führt nach Florida. Es geht um die Identifizierung einer dort 1994 am Straßenrand gefundenen Frauenleiche. Albano Carrisi, so der bürgerliche Name des Künstlers, bestätigte in dieser Woche, dass die Fahnder von ihm und seinen übrigen Kindern Speichelproben nahmen, um sie zum DNA-Abgleich in die USA zu schicken. Verdächtig ist der zu mehrfach lebenslänglich verurteilte achtfache Mörder Keith Hunter Jesperson.

Ermittlungen in Palm Beach

Womöglich bringt das eine Wende in den Fall. Zeugenaussagen hatten seinerzeit nichts zur Klärung beitragen können. Ylenia lebte laut Presseberichten zuletzt in einem verkommenen Hotel in New Orleans mit einem Trompeter zusammen – Straßenmusiker, drogenabhängig und gewalttätig. Dieser bezahlte die Absteige mit Ylenias Travellerschecks – einem damals gängigen Zahlungsmittel. Als er zum ersten Mal vernommen wurde, fand man auch ihren Pass bei ihm. Obwohl verdächtig, verbrachte er nur wenige Tage im Gefängnis.

Ein 2006 verstorbener Aquariumswärter sagte, er habe eine Ylenia ähnelnde Frau gesehen, wie sie sich in den Mississippi stürzte. Eine Leiche wurde aber nie gefunden. Später habe sich herausgestellt, berichtete die römische Zeitung „Il Messaggero“, dass der Mann „kurzsichtig wie ein Maulwurf“ gewesen sei.

Dass der Fall noch nicht zu den Akten gelegt wird, ist Ermittlern in Palm Beach in Florida zu verdanken. Sie gaben sich nicht damit zufrieden, dass die 1994 gefundene Leiche nie identifiziert wurde. Sie kamen zu dem Schluss, dass das erste Phantombild dem Opfer nicht ähnelte und ließen 2014 ein neues anfertigen. Jesperson habe dann versichert, dass dies die „Suzanne“ sei, die er umgebracht habe, sagen die Fahnder. Das Bild hat Ähnlichkeit mit Ylenia, die sich in ihrer Aussteigerphase ebenfalls „Suzanne“ nannte. (dpa)

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