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100 Tage nach „Maria“ Knapp die Hälfte Puerto Ricos noch ohne Strom

Rund 100 Tage nachdem der Hurrikan „Maria“ auf Puerto Rico wütete sind erst 55 Prozent der Haushalte wieder an das Stromnetz angeschlossen.

29.12.2017 22:58
Hurrikan „Maria“
Enten sitzen Mitte Oktober in Toa Baja, Puerto Rico, nahe eines durch den Hurrikan „Maria“ Zerstörten Hauses auf einem Ast. Foto: dpa

Rund 100 Tage sind seit dem verheerenden Wirbelsturm „Maria“ vergangen - und noch immer haben fast die Hälfte der Puerto Ricaner keinen Strom. Erst 55 Prozent der Haushalte seien wieder an das Elektrizitätsnetz angeschlossen, wie der Direktor des Stromversorgers AEE, Justo González, am Freitag mitteilte. Eine Ortschaft sei demnach noch immer komplett ohne Strom und keine einzige Gemeinde des US-Außengebiets werde vollständig mit Elektrizität versorgt.

Es war das erste Mal, dass AEE Angaben zu den ans Stromnetz angeschlossenen Kunden machte. Bislang hatte das Unternehmen immer nur über die Kapazität zur Stromerzeugung informiert, die derzeit bei rund 70 Prozent liegt. Allerdings werden Krankenhäuser, Einkaufszentren und Fabriken bevorzugt mit Energie versorgt.

Am 20. September war der Hurrikan „Maria“ auf die Karibikinsel getroffen und hatte dort das Stromnetz fast vollständig zerstört. Der Wiederaufbau verzögert sich auch immer wieder, weil es an Personal und Material fehlt. Gouverneur Ricardo Rosselló bat am Freitag die US-Energieindustrie um die Entsendung von bis zu 1500 zusätzlichen Arbeitern, um die Wiederherstellung der Stromversorgung zu beschleunigen. Zudem forderte er das Ingenieurscorps des US-Heeres auf, seinen Einsatz in Puerto Rico auszuweiten. (dpa)

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