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Klimawandel Der Klimawandel schreitet voran

Der Klimawandel ist eines der drängendsten Themen der Zeit. Die FR informiert über Klimawandel und globale Erwärmung.

Klimawandel
In Deutschland wird es zunehmend heißer. Foto: dpa

Das Extreme wird normal. Der Sommer 2003 gilt als Jahrhundertereignis, doch der Sommer 2018 folgt dem von 2003 dicht auf den Fersen. Den ganzen Sommer über war es heiß, trocken und  supersonnig. Die mittlere Temperatur betrug 19,3 Grad – damit ist der Sommer 2018 der zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Die globale Erwärmung und der Klimawandel sind seit langer Zeit also deutlich spürbar. Zwar war das Klima über Millionen von Jahren Schwankungen unterworfen, doch die seit Beginn der Industrialisierung von Menschen vorangetriebene Emissionen von Treibhausgasen führt zu einem spürbaren Wandel des Klimas. Die FR beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Klimawandel und berichtet im Dossier stets über aktuelle Entwicklungen:

Was genau ist der Klimawandel?

Klimawandel bedeutet, dass sich auf der Erde oder auf erdähnlichen Planeten das Klima verändert.  Ob dies auf natürliche oder anthropogene Einflüssen zurückzuführen ist, ist dabei erst einmal ohne Belang. Bei der derzeit beobachteten globalen Erwärmung handelt es sich um einen Klimawandel, der noch nicht abgeschlossen ist. Natürlich sind außer steigende auch sinkende Temperaturen denkbar.

Was versteht man unter globaler Erwärmung?

Dass die mittlere globale Erdoberflächentemperatur steigt, ist das bekannteste Anzeichen für den Klimawandel. Heute liegt die globale Durchschnittstemperatur deutlich um 0,85° Celsius höher als im ausgehenden 19. Jahrhundert. Allein die letzten drei Jahrzehnte waren wärmer als jedes andere Jahrzehnt seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1850. Hauptursache für die Erwärmung ist der Mensch – darin sind sich weltweit führende Klimaforscher einig.

Was ist der anthropogene Klimawandel?

Ein Leben auf der Erde wäre ohne den natürlichen Treibhauseffekt unmöglich – doch der Mensch hat dieses System durch sein Tun seit Beginn der Industrialisierung stark beeinflusst. Deshalb wird der Einfluss des Menschen auf das Klima als anthropogener Treibhauseffekt bezeichnet.

Was ist die Ursache für den Klimawandel?

Entscheidenden Anteil am Klimawandel hat der Mensch. Vor allem das Verbrennen fossiler Brennstoffe wie Kohle Erdöl oder Erdgas wirkt sich auf das Klima und die Temperaturen auf der Erde aus. Denn dadurch erhöht sich die Menge der in der Atmosphäre natürlich vorkommenden Treibhausgase enorm, was den Treibhauseffekt und die Klimaerwärmung verstärkt.

Was ist der Treibhauseffekt?

Die Erde besitzt eine gasförmige Hülle: die Atmosphäre, die aus Wasserdampf und verschiedenen Gasen besteht. Mit ihrem Gehalt an Sauerstoff ermöglicht die Atmosphäre das Leben auf der Erde. Strahlungsaktive Stoffe (sog. Treibhausgase) sowie der Wasserdampf tragen zur Erderwärmung bei. Und das ist gut so, denn ohne Treibhauseffekt läge die Oberflächentemperatur weit unter dem Gefrierpunkt.

Welche Gase sind Treibhausgase?

Kohlendioxid, Wasserdampf, Ozon und Methan sind die wichtigsten Treibhausgase in der Erdatmosphäre. Sie lassen Sonnenwärme zwar herein, nicht aber hinaus in den Weltraum. Durch das menschliche Tun ist die Konzentration einiger Gase stark angestiegen. Das gilt besonders für Kohlendioxid (CO2), Methan, Distickstoffoxid und fluorierte Gase. CO2 ist das am häufigsten durch den Menschen erzeugte Treibhausgas. Mehr als die Hälfte der anthropogen verursachten Störung des Strahlungshaushalts geht auf das Konto von Kohlendioxid.

Was sind die Auswirkungen des Klimawandels?

Der Klimawandel macht sich bis jetzt vor allem in den Polarregionen bemerkbar. Die steigenden Temperaturen führen dazu, dass die Eisdecke, die früher zu großen Teilen das Nordpolarmeer bedeckt hat, langsam schmilzt.  Klimaforscher haben berechnet, dass das Eis in den nächsten 20 Jahren ganz abschmelzen könnte. Dadurch würde der Meeresspiegel um einige Meter steigen. Doch nicht nur die Eisschilde an den Polen schmelzen. Auch die Gletscher der Hochgebirge verlieren an Masse.

FR-Dossier: Klimawandel

Nachrichten aus Wissenschaft und Forschung finden Sie in unserem Dossier.  Ausgewählte Artikel stellen wir Ihnen hier schon einmal vor:

Klimaschutz: Solarthermie

Friederike Meier wies in ihrem Artikel vom 9. September 2018 auf eine Technik hin, die derzeit noch viel zu wenig beachtet wird: die Solarthermie. Der Beitrag zum Klimaschutz ist entsprechend gering – obwohl mittels Solarthermie die Sonnenenergie überaus effektiv gesammelt werden kann.

Giftige Blaualge tötet Hunde

Die Aufregung in Berlin war riesengroß. Im Frühjahr 2017 kamen gleich mehrere Hunde im Tegeler See ums Leben. Nur warum? Nun gibt es eine Antwort auf diese Frage. FR-Autor Joachim Wille gab am 25. August 2018 die Antwort: Grund war eine giftige Blaualge.

Heiße Zeiten im Sommer 2018

Im Sommer 2018 herrschten heiße Zeiten. Für die FR war das Anlass, um eine klare Forderung aufzustellen: „Stoppt die Heißzeit!“ Leicht dürfte das aber nicht werden, wie Joachim Wille am 11. August 2018 darlegte.

Ernte-Schäden im Sommer 2018

Die Hitze des Sommers 2018 sorgte auch für massive Ernte-Ausfälle. In einem Artikel am 31.7.2018 zeigte Annika Leister auf, was Hitze und Trockenheit anrichten.

Mojib Latif im Interview

Klimaforscher Mojib Latif fand am 25.7.2018 im FR-Interview harte Worte für die deutsche Umweltpolitik. Es sei tragisch, dass sich Deutschland de facto vom Klimaschutz verabschiedet habe.

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