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Transferperiode Alles, was Sie zum Transfermarkt wissen müssen

Von Fristen, Rekorden, Local Players und Jean-Marc Bosman: Alle Infos rund um den Transfermarkt im Profifußball.

Turin
Der Wechsel von Superstar Cristiano Ronaldo zu Juventus Turin ist der Toptransfer des Sommers. Foto: afp

In den meisten Profifußball-Ligen beginnen die Vorbereitungen auf die kommende Spielzeit. Das ist die Zeit der wilden Spekulationen und großen Wechsel. Seit dem 1. Juli ist das Sommer-Transferfenster in weiten Teilen der UEFA geöffnet. Die meisten Wechselperioden enden am 31. August, unter anderem auch in Deutschland.

Transfermarkt: Wann öffnet und schließt das Fenster in Deutschland?

Das Sommer-Transferfenster in Deutschland öffnet am 1. Juli und endet am 31. August um 18 Uhr. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen alle bürokratischen Schritte erledigt sein. Die Fristen gelten nicht nur für den Profibereich, sondern auch für alle Amateurvereine und Sportler. 

Auch im Winter haben die Vereine nochmal die Möglichkeit, ihre Kader zu verändern. Die zweite Wechselperiode beginnt in Deutschland am 1. Januar und endet am 31. Januar. 

Spieler, die vertragslos sind, können sich jederzeit einem Verein anschließen.

Transfermarkt in Europa: Gibt es Unterschiede?

Ja, es gibt Unterschiede zwischen einigen der europäischen Ligen. Von den fünf Topligen fallen insbesondere England und Italien aus der Reihe. Erstmals schließt das Transferfenster der Premier League vor dem ersten Spieltag - nämlich am 9. August um 23.59 Uhr. In der vergangene Saison hatten sich die 20 Profiklubs auf eine Reform geeinigt. Auch in der italienischen Serie A haben die Klubs weniger Zeit für Transfers. In Italien endet die Wechselperiode am 18. August um 20 Uhr. 

Wie das Bosman-Urteil den Transfermarkt revolutionierte

Seit der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes im Jahr 1995 dürfen Profi-Fußballspieler nach Vertragsende ablösefrei zu einem anderen Verein wechseln. Der Belgier Jean-Marc Bosman reichte eine Schadensersatzklage gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber RFC Lüttich ein, weil dieser seiner Ansicht nach eine zu hohe Ablösesumme verlangte. Der EuGH gab dem Belgier Recht und revolutionierte damit die bisherigen Transferbestimmungen. Außerdem wurden auch die geltenden Ausländerregelungen geändert. Bisher durfte nur eine bestimmte Anzahl von Ausländern in einer Mannschaft eingesetzt werden. Durch das Bosman-Urteil wurden diese ungültig - insofern es sich um Spieler aus EU-Staaten handelte. 

Was hat es mit der Local-Player-Regelung der Bundesliga auf sich?

Die Local-Player-Regelung soll in erster Linie den eigenen Nachwuchs fördern. Über die Jahre wurde die Regelung mehrfach angepasst. Der aktuelle Stand stammt aus dem Jahr 2008. Demnach besagt die Maßnahme, dass mindestens acht Spieler pro Klub unter Vertrag stehen, die von einem deutschen Verein oder Verband ausgebildet wurden. Weiterhin müssen bei jedem deutschen Klub aus der ersten oder zweiten Bundesliga mindestens zwölf deutsche Lizenzspieler unter Vertrag stehen. 

Die teuersten Transfers der Fußball-Geschichte

Mit seinem Wechsel zum italienischen Rekordmeister Juventus Turin im Sommer 2018 schafft es Superstar Cristiano Ronaldo auf Platz fünf der teuersten Transfers aller Zeiten. Die Italiener überweisen rund 112 Millionen Euro an Real Madrid. Auf dem vierten Rang befindet Ousmane Dembélé. Der französische Nationalspieler hatte im Somer 2017 keine Lust mehr auf Borussia Dortmund und streikte sich zum FC Barcelona. Die Katalanen zahlten für die Dienste des 21-Jährigen 150 Millionen Euro (inklusive Bonuszahlungen).

Auf Platz drei rangiert erneut der FC Barcelona. Im Winter 2017/2018 verpflichteten die Spanier Brasiliens Superstar Philippe Coutinho vom FC Liverpool. Laut Medienberichten soll die Ablösesumme bei 160 Millionen Euro liegen. Kylian Mbappe machte im Dress des AS Monaco auf sich aufmerksam und wurde im Sommer 2017 vom Scheichklub aus Paris ausgeliehen - für stolze 35 Millionen Euro. Nach der Saison 2017/2018 zog PSG die Kaufoption und überwies weitere 145 Millionen Euro an die Monegassen. Somit zahlte Paris Saint-Germain insgesamt 180 Millionen für den 19-Jährigen.

Unangefochten auf dem ersten Rang liegt Brasiliens Superstar Neymar. Im Sommer 2017 aktivierte Paris Saint-Germain die festgeschriebene Ausstiegsklausel in Höhe von 222 Millionen Euro. 

Die teuersten Transfers in der Fußball-Bundesliga

In der Liste der teuersten Wechsel in der Fußball-Bundesliga ist hauptsächlich der deutsche Rekordmeister Bayern München zu finden. Auf dem dritten Rang liegt noch immer der Spanier Javi Martinez, der im Sommer 2012 für 40 Millionen Euro von Athletic Club Bilbao an die Isar transferiert wurde. Direkt vor dem Spanier befindet sich dessen Teamkollege Corentin Tolisso. Der französische WM-Fahrer wechselte für 41,5 Millionen Euro von Olympique Lyon nach München. Eine Überraschung befindet sich auf dem ersten Rang. Der deutsche Nationalspieler Julian Draxler schloss sich im Sommer 2015 dem VfL Wolfsburg an. Die Niedersachsen überwiesen 43 Millionen Euro für den Außenbahnspieler. 

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