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Unterkunft, Höhepunkte, Outfit Die besten Tipps für Oktoberfest-Neulinge

Keine vier Wochen mehr bis zum größten Volksfest der Bayern: die Wiesn-Vorbereitung ist in vollem Gange. Wer einen Besuch plant, muss einiges beachten und vor allem: schnell nach einer Unterkunft suchen, denn die sind als erstes weg.

26.08.2013 14:00
Endlich frei: Bedienungen feiern den traditionellen Kehraus im Hofbräu-Festzelt. Foto: dpa

Bald heißt es auf der Theresienwiese in München wieder „O'zapft is!“. Vom 21. September bis zum 6. Oktober steigt das Oktoberfest mit 173 Schaustellern und 16 großen Bierzelten. Die Stadt München erwartet rund sechs Millionen Besucher.

Was Besucher jetzt wissen müssen:

Anreise: Nach München reisen Oktoberfestbesucher mit Bahn, Auto oder Flugzeug. Rund um die Theresienwiese gibt es jedoch keine Parkplätze - Autofahrer können sechs ausgeschilderte Park-and-ride-Plätze anfahren und steigen dort auf öffentliche Verkehrsmittel um. In Richtung Theresienwiese fahren 13 S- und U-Bahn-Linien. Die Stadt München rät aber, den U-Bahnhof Theresienwiese selbst wegen Überlastung zu meiden. Stattdessen sollten Besucher auf umliegende Stationen ausweichen.

Hotels: Die ersten Hotelanfragen für das Oktoberfest kommen nach Angaben des Kölner Hotelportals HRS immer schon im Januar. Im Durchschnitt kostet ein Hotelzimmer zum Oktoberfest in diesem Jahr 212,62 Euro - das sind 10 Euro mehr als 2012. Die teuerste Nacht wird die Nacht vom 28. auf den 29. September (Italienisches Wochenende) mit durchschnittlich 255 Euro. Die günstigste Nacht ist die letzte Nacht des Oktoberfestes (6. bis 7. Oktober) mit durchschnittlich nur 185 Euro.

Wer kein Hotel mehr findet, kann es im Wiesn-Camp probieren. In München-Riem stehen Zelte, Wohnwagen und Schlafcontainer. Ein Zelt für vier Personen kostet pro Nacht zwischen 60 und 70 Euro. Wohnwagen und Schlafcontainer kosten je nach Wochentag pro Nacht zwischen 144 und 150 Euro.

Privatzimmer: Eine Alternative zu Hotels sind Zimmer und Wohnungen, die privat vermietet werden. Vor allem Münchner Studenten räumen während der Wiesn-Zeit alle nicht gebrauchten Räume, um sich etwas dazu zu verdienen.
Zu finden sind diese Privatunterkünfte meist im Internet auf Plattformen wie „airbnb.de“, „9flats.com“ oder „wg-gesucht.de“. Ein Wochenende für zwei Personen mit zwei Übernachtungen gibt es dort schon ab 50 Euro. Die meisten Preise liegen aber deutlich darüber: bis zu mehreren 100 Euro pro Nacht für ganze Wohnungen.

Bier und Zelte: Eine Maß kostet in diesem Jahr je nach Brauerei und Festzelt zwischen 9,40 Euro und 9,85 Euro. Im Vorjahr lag der Durchschnittspreis für eine Maß bei 9,32 Euro (Durchschnittspreis 2013: 9,63 Euro). Geöffnet haben die Zelte unter der Woche ab 10.00 Uhr, am Wochenende ab 9.00 Uhr. Sperrstunde beim Oktoberfest ist um 23.30 Uhr. Reservierungsanfragen für einen Platz im Zelt nehmen nur die Wirte persönlich entgegen - schriftlich und mit einem Ausweichtermin. Buchen können Interessierte bis drei Wochen vor Festbeginn.

Spar- und Familientipps: Das Oktoberfest geht auch günstig. Montags bis freitags bieten die Mittagswiesn von 10.00 bis 15.00 Uhr vergünstigte Preise für Fahrgeschäfte und Zelte an. Nach Angaben der Stadt München sind die Essenspreise dann nicht höher als in den normalen Restaurants und Imbissen der Stadt. Außerdem stehen Familien jeden Dienstag bis 18.00 Uhr ermäßigte Preise zu. Die Broschüre „Wiesn Hits für Kids“ beinhaltet einen Plan für kindgerechte Aktivitäten. Besonders empfehlenswert ist das Familienplatzl: ein barrierefreier Biergarten in einer ruhigen Ecke der Wiesn.

Höhepunkte: Böllerschießen, Konzert der Festkapellen, Prosecco-Wiesn oder ökumenischer Gottesdienst - auf der Wiesn ist jeden Tag etwas los. Ein Muss für jeden Volksfest-Fan ist der Einzug der Festwirte und Brauereien am 21. September um 10.45 Uhr. Blumengeschmückte Kutschen und Musikkapellen ziehen eine Stunde lang durch München bis zur Theresienwiese. Im Anschluss daran ist traditionelles Anzapfen mit dem Oberbürgermeister. Einen Tag später zieht der traditionelle Trachten- und Schützenumzug mit 9000 Beteiligten quer durch die Stadt zum Oktoberfest.

Modesünden: Die Modeexpertin des Bayerischen Trachtenverbandes, Annamirl Raab, empfiehlt: Das Dirndl sollte die Knie bedecken. Ganz knappe oder grelle Röcke sind aus der Mode. Für die Schürze gilt: Sie darf nicht länger als das Dirndl selbst sein und sollte farblich dazu passen. Ausschnitt ist erlaubt, auch wenn der Busen nicht aus dem Dirndl quillen sollte. Motive wie Totenköpfe auf der Lederhose sind unpassend. Gürtel oder Hosenträger halten die Lederhose.

Sportliche Jacken gehören nicht über das Dirndl. Zur Lederhose passen weder Turnschuhe noch Bergstiefel. Männer tragen geschlossene schwarze Halbschuhe. Frauen haben die Wahl zwischen flachen, schwarzen Schuhen oder Pumps. Auf High Heels sollten sie verzichten. Männer mit langen Haaren sollten sie zusammenbinden. Bei Frauen rät Annamirl Raab zu geflochtenem Haar oder Zöpfen.

Ein Zelt für amouröse Stunden – mitten auf der Theresienwiese? Oder doch lieber eine Prise Wiesn-Koks? Rund um das Münchner Oktoberfest gibt es jedes Jahr zahlreiche schräge Ideen, Geschichten und noch viel mehr kuriose Fakten zu erzählen. Zehn skurrile Wiesn-Fakten in der Bildergalerie.

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