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Similan Inseln Das beste Tauchgebiet der Welt

Die Similan Inseln in Thailand zählen zu den besten Tauchorten der Welt. Als die Behörden vor einem Jahr mehrere Tauchplätze auf den Similans schlossen, war die Tauchergemeinde alarmiert. Doch die größten Attraktionen der Inseln sind unversehrt.

26.01.2012 14:28
Schöner tauchen mit Schildkröte: Dieses Exemplar bei den Similan Inseln hat nichts gegen Gesellschaft. Foto: dpa-tmn

Pulau Sembilan nannten malayische Fischer das Archipel rund 70 Kilometer vor der Westküste Thailands einst, neun Inseln. 1982 wurde Mu Ko Similan als Meeresnationalpark geschützt. Manche Tauchbücher und -magazine preisen ihn immer noch als eines der zehn besten Tauchgebiete der Welt. Doch vom alten Glanz ist einiges abgeblättert.

2010 erhitzte die Tropensonne die Andamanensee auf 33 Grad, zu viel für viele Korallenstöcke, sie bleichten aus und starben. Die Behörden reagierten. Im Januar 2011 ging die Nachricht um die Welt, dass Thailand 18 Tauchplätze gesperrt habe. Medien berichteten, die ganzen Similans wären geschlossen, in den Tauchschulen in Phuket und Khao Lak riefen bestürzte Tauchtouristen an. So schlimm ist die Situation noch nicht. Aber ernst genug.

Viele Tauchspots sind geschlossen

„Die meisten Fotos von bunten Weichkorallen, die man in Magazinen sieht, wurden in East of Eden geschossen“, erklärt Pam, die seit fünf Jahren auf den Similans Tauchgruppen unter Wasser herumführt. Der Tauchplatz vor Insel Nummer sieben ist nun gesperrt, genauso wie Beacon Reef und Similan Inseln.

„Fantasy war einer der schönsten Tauchspots“, sagt Pam. „Er wurde vor mehreren Jahren geschlossen, damit er sich erholt - und seitdem nie wieder geöffnet.“ Bleibt ein Dutzend anderer Spots. Und für die lohnt es sich weiter, von Khao Lak und oder Phuket mit einem Tauchschiff hinauszufahren zu den neun Inseln.

Hinter jeder Ecke ein neues Panorama

Das Boot tuckert zu Elephant Head Rock, 1,5 Kilometer südlich von Insel Nummer acht. Gigantische Granitblöcke liegen übereinander gewürfelt auf dem Meeresgrund, ragen turmhoch auf. Dazwischen klaffen Canyons, an deren Wänden Weichkorallen sprießen wie mutierter Brokkoli. Vor dem Fächer einer riesigen Gorgonie klebt fotogen eine Warzenschnecke am Stein.

Manche Felsen haben sich so verkeilt, dass sich zwischen ihnen ein Tunnel öffnet, gerade hoch genug, um hindurchzuschwimmen. Es ist ein bisschen wie beim Bergwandern: Hinter jeder Ecke spannt sich ein neues Panorama auf. Für Anfänger wäre der Ausblick trotzdem kein Genuss. Die Strömung wirft uns hin und her, man muss aufpassen, mit den Flossen keine Korallen abzuschlagen oder sich zu verletzen.

Erste Taucher kamen 1973

„Grundsätzlich lassen sich die Tauchplätze auf den Similans in drei Kategorien einteilen“, erklärt Pam, als wir später auf dem Sonnendeck sitzen und Ananas zum Dessert naschen. „An der Nord- und Südseite der Inseln gibt es Felsen, im Westen Felsen und Riff, im Osten nur Riff.“

1973 fuhren die ersten Taucher mit Fischerbooten zu den Similans, sie zelteten auf den Inseln und grillten ihr mitgebrachtes Essen über dem Lagerfeuer. Mittlerweile kreuzen Dutzende Tauchschiffe zwischen den Inseln.

Ein Labyrinth von Felsen und Schluchten

Ihre Motoren hämmern über uns, als wir am Rocky Point durch das Labyrinth von Felsen und Unterwasserschluchten schweben. Plötzlich klopft Pam mir auf den Arm, reißt die Augen auf und deutet auf einen Teppich aus Feuerkorallen. Gleichmütig weidet dort eine Schildkröte.

Zehn Minuten lässt sie sich dabei anstarren, wie sie an den Korallen herumknabbert. Ein Kaiserfisch, blau-gelb-gestreift und mit schwarzer Maske, drängelt sich aufs Foto. Erst als die Nadel der Druckanzeige auf 40 Bar gesunken ist, reißen wir uns weg und schweben empor. Kein übler Tauchgang, auch ohne Manta.

Mehr Informationen zu Anreise, Reisezeit, Unterkunft und Tauchsafaris geben wir in der Bildergalerie oben.

(dpa)

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