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Preise, Züge Das ändert sich bald bei der Bahn

Die Bahn lässt ihre Intercitys künftig in deutlich mehr Städten halten. Am Mittwoch hat das Unternehmen seine neue Strategie vorgestellt, um Kunden zurückzugewinnen. Die wichtigsten Antworten im Überblick.

18.03.2015 16:11
Im Konkurrenzkampf mit den Fernbussen will die Bahn Kunden zurückgewinnen. Foto: Marius Becker/ dpa

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn hat am Mittwoch entschieden, wie wieder mehr Fahrgäste in Intercity und ICE gelockt werden können. Das Kontrollgremium stimmte über ein Konzept des Vorstands ab, mit dem die Bahn perspektivisch 50 Millionen zusätzliche Reisende im Jahr gewinnen will. Die Bahn investiert dafür in den nächsten 15 Jahren insgesamt 12 Milliarden Euro - vor allem in neue Züge. Das ändert sich für Bahnkunden.

Was ändert sich beim Service?

Sitzplatzreservierungen in Fernverkehrszügen werden künftig sowohl in der ersten als auch in der zweiten Klasse gebührenfrei sein. Eine Reservierung kostet bislang 4,50 Euro. Im ICE bietet die Bahn Reisenden kostenloses Drahtlos-Internet an. Zusätzlich gibt es Entertainment-Angebot mit Filmen und Spielen.

Was ändert sich bei den Preisen?

Für Intercitys soll es im kommenden Jahr Sparpreise ab 19 Euro geben, die Reisende auch noch kurz vor Abfahrt kaufen können. Das Kernnetz werde nicht teurer, betonte Homburg. Es werde nur einen günstigeren Einstieg geben.

Was ändert sich bei der Bahncard?

Die Deutsche Bahn will mit einer neuen Bahncard verlorene Kunden zurücklocken. Noch in diesem Jahr sollen Fahrgäste die Rabattkarte in allen Varianten (Bahncard 25, 50 und 100) für drei Monate kaufen können. Bisher ist das nur beim Einsteigerangebot mit 25 Prozent Rabatt möglich, die Vielfahrer-Angebote gelten für ein Jahr.

Was ändert sich bei den Zügen?

Bis 2030 werden die alten Intercitys durch neue Doppelstock-Züge abgelöst. Im kommenden Jahr sollen die neuen ICE-3 einsatzfähig sein, Ende 2017 auch die ersten der 130 ICx.

Was ändert sich beim Fernverkehr?

Es sollen mehr Fernzüge auf den Hauptstrecken fahren und zudem wieder mehr Städte an den Fernverkehr angeschlossen werden. Die Bahn lässt ihre Intercitys künftig in deutlich mehr Städten halten. 25 Orte werden neu ins Fernverkehrsnetz aufgenommen. Darunter sind beispielsweise Chemnitz, Fürth, Heilbronn, Tübingen und Siegen. 40 weitere Städte sollen besser angebunden werden als bisher. Deutschlandweit werde es „keine weißen Flecken im Fernverkehr“ mehr geben, versprach Personenverkehrs-Vorstand Ulrich Homburg. Bis alles umgesetzt ist, soll es allerdings 15 Jahre dauern. Auch bei den ICEs erweitert die Bahn das Angebot: Auf wichtigen Routen sollen sie bald zweimal stündlich fahren. Die Bahn schaffe so quasi eine superschnelle S-Bahn zwischen den Metropolen, sagte Homburg. Auf mehreren Verbindungen werden statt Intercitys künftig ICEs eingesetzt.

(kkl/dpa)

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