Lade Inhalte...

Unnötige Policen Fünf Versicherungen, die Sie nicht brauchen

Ob Handy, Brille oder Fensterscheibe: Nahezu jeder Schaden lässt sich versichern. Aber wie sinnvoll oder unnötig sind die unzähligen Policen? Wir stellen Ihnen fünf Versicherungen vor, die Sie wirklich nicht abschließen müssen.

16.10.2015 13:53
Eine kaputte Brille ist ärgerlich. Brillenversicherungen ersetzen Verbrauchern jedoch häufig nicht den Originalwert der Brille. Foto: dpa-tmn

Verbraucher sollten sich nur gegen Schäden versichern, die sie existenziell bedrohen. „Alles, was man mit den eigenen finanziellen Mitteln noch wuppen kann, muss nicht zusätzlich abgesichert werden“, erklärt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Werden Verbraucher durch den Schaden nicht in finanzielle Nöte gestürzt, können sie sich die Versicherung sparen. Fünf meist unnötige Versicherungen im Überblick:

1. Sterbegeldversicherung

Viele Menschen möchten zu Lebzeiten für den Todesfall vorsorgen und sicherstellen, dass Angehörige nicht auf den Beerdigungskosten sitzenbleiben. Boss empfiehlt, statt einer Versicherung für diesen Fall einfach Geld zurückzulegen.

2. Glasbruchversicherung

Schäden am Fenster durch Hagel oder Sturm sind in der Regel über die Wohngebäudeversicherung bereits abgedeckt. Ein möglicher Schadensfall für eine Glasbruchversicherung ist, wenn beim Rasenmähen ein Stein in die Scheibe fliegt. „Und das ist unrealistisch“, sagt Boss. Wer einen Wintergarten hat, könne über eine Glasbruchversicherung nachdenken.

3. Handyversicherung

Verbraucher bekommen hier in der Regel nur den Zeitwert des Telefons ausgezahlt. „Bei der rasanten technischen Entwicklung kann das neue Telefon schon nach wenigen Monaten an Wert verlieren.“ Hinzu kommt nicht selten eine Selbstbeteiligung. Diebstahl ist bei den meisten Versicherungen gar nicht abgedeckt und muss für viel Geld zusätzlich versichert werden.

4. Insassenunfallversicherung

Kommt der Beifahrer bei einem Unfall zu Schaden, ist das in der Regel über die Kfz-Haftpflichtversicherung abgesichert. „Eine zusätzliche Insassenunfallversicherung ist daher völlig unnötig“, erklärt Boss. Stattdessen rät sie jedem zu einer privaten Unfallversicherung, denn hier gilt der Schutz für Unfälle weltweit.

5. Brillenversicherung

Zerbricht die Brille, ist das zwar ärgerlich. „Aber ein neues Modell stürzt niemanden in eine existenzielle, finanzielle Krise“, sagt Boss. Häufig bekommen Verbraucher von der Versicherung nicht den Originalwert der Brille ausgezahlt. (mit Material der dpa)

Zur Startseite

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum