Lade Inhalte...

Wichtige Stichtage Wie Sie bis Jahresende Geld sparen

Das Jahr neigt sich dem zu - Zeit, um schnell noch aktiv zu werden. Denn bei Steuern, Versicherungen und der Altersvorsorge können Verbraucher einiges sparen, wenn sie die Stichtage berücksichtigen. Diese 13 Experten-Tipps helfen Ihnen dabei.

Kassensturz machen und Ausgaben vorziehen - Wer sich bis zum Jahresende um seine Finanzen kümmert, kann Steuern und Versicherungsbeiträge sparen. Foto: dpa

Vor dem Jahreswechsel lässt sich noch einiges an Geld sparen - ob bei der Altersvorsorge, Kfz-Versicherung, Steuer oder bei Kapitalanlagen. „Wer sich ausreichend informiert, rechtzeitig Anträge stellt und seine Einnahmen bzw. Ausgaben im Blick hat, kann vor Jahresende noch Steuern sparen“, sagt die Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH). Finanz-Experten erklären, welche Stichtage wichtig sind, und bis wann Verträge gekündigt werden müssen.

Stichtag: 30. November

1. Wechsel der Steuerklasse: Wer verheiratet oder verpartnert ist, darf noch bis zum 30. November 2013 die Lohnsteuerklasse wechseln. Dies kann sich für Ehepaare lohnen, die 2014 Leistungen erhalten, die vom Nettoeinkommen abhängen - also Arbeitslosengeld, Elterngeld oder Krankengeld. Der Partner, der sein monatliches Netto erhöhen will, nimmt die Klasse III, in der er weniger Steuern zahlt, also ein höheres Nettogehalt erhält. Die neue Kombination gilt dann rückwirkend für das ganze letzte Jahr.

#image

Sinnvoll ist ein Wechsel ebenfalls für Paare, bei denen sich das Gehalt verändert hat: Verdient einer deutlich mehr als der andere, ist die Kombination III und V steuerlich am besten. Verdienen beide in etwa das Gleiche, sollten sie die Kombination IV und IV behalten - wer heiratet, erhält diese automatisch. Außerdem gibt es noch eine dritte Kombi: IV und IV mit Faktor. Diese ist jedes Jahr aufs Neue zu beantragen und berücksichtigt stärker die tatsächlichen Einkommensverhältnisse: Das Finanzamt errechnet dabei einen Faktor, der jeweils mit der Lohnsteuer multipliziert wird. So sollen Steuernachzahlungen vermieden werden.

2. Freibeträge beantragen: Für Fahrtkosten zur Arbeit, Kinderbetreuung oder Haushaltshilfen kann das Netto erhöht werden. Noch bis Jahresende müssen Arbeitnehmer ihre Freibeträge beantragen, wenn sie ab Januar 2014 berücksichtigt werden sollen. Sämtliche Änderungen bei den Lohnsteuermerkmalen werden beim Finanzamt beantragt. Wichtig: Prüfen Sie die Daten Ihrer elektronischen Lohnsteuerkarte (ELStAM). Falsche Einträge können die Steuern erhöhen.

#textline

Stichtag: 31. Dezember

3. Werbungskosten bündeln: Wer bestimmte Ausgaben noch in das laufende Jahr vorzieht, kann Steuern sparen. So lohnt es sich mitunter, Ausgaben noch in diesem Jahr zu bündeln, die als Werbungskosten absetzbar sind, sofern sie die Grenze von 1000 Euro überschreiten. Zu den Werbungskosten zählen alle beruflich bedingten Ausgaben von Arbeitsmitteln bis Kinderbetreuung. 1000 Euro an Werbungskosten werden über den Arbeitnehmer-Pauschbetrag sowieso abgedeckt. Was in einem Kalenderjahr aber darüber hinausgeht, lässt sich steuerlich geltend machen.

4. Renovieren oder sanieren: Ob Handwerker, Fensterputzer oder Gartenbauer - die Kosten für Reparaturen, Reinigungen oder Renovierungen am und im Haus sind steuerlich absetzbar. Handwerkerleistungen lassen sich bis zu 1200 Euro pro Jahr absetzen, haushaltsnahe Dienstleistungen bis zu 4000 Euro. Wer also sowieso den Jahresputz erledigen lassen oder den Flur streichen lassen will, der sollte jetzt noch einen Fachbetrieb beauftragen.

#textline

Fällt der Rechnungsbetrag höher aus, sind auch Abschlagzahlungen möglich, und die Rechnungssumme verteilt sich auf zwei Jahre. Der Bundesfinanzhof hat den Steuerbonus für Handwerksleistungen sogar für Neu- und Umbauten zugelassen, solange Steuerpflichtige im Objekt ihren Haushalt führen (Az.: VI R 61/10).

#image

5. Außergewöhnliche Belastungen: Die Zahnspange der Tochter, Medikamente für die Familie, Zuzahlungen für einen Krankenhausaufenthalt: Solche Ausgaben muss jeder bis zu einer individuellen Grenze selbst tragen. Jeder Euro darüber hinaus bringe aber als „außergewöhnliche Belastung“ Steuervorteile, rät Stiftung Warentest. Um also möglichst weit über die eigene Belastungsgrenze zu kommen, sollte man so viele Ausgaben in einem Jahr ansammeln wie möglich: Wer 2013 schon viel Geld für eine Zahnbehandlung ausgeben musste, sollte die teure Brille jetzt auch noch kaufen.

6. Freibeträge fürs Ehrenamt: Ehrenamtliche können für das Jahr 2013 mehr von der Steuer absetzen. Ihre Pauschale wurde von 500 auf 720 Euro erhöht, teilte der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine (BDL) in Berlin mit. Das betrifft zum Beispiel Vereinsvorstände, Bürokräfte im Verein, aber auch Schiedsrichter im Amateurbereich. (mit Material von dpa)

Lesen Sie in der Bildergalerie, wie Sie bis zum Jahresende noch bei Versicherungen, Altersvorsorge und Geldanlage aktiv werden müssen:

#gallery

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen