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Sakko ausziehen: Nur wenn der Chef es ablegt

Ob Mitarbeiter in einer Besprechung das Sakko ausziehen dürfen, richtet sich nach dem Vorgesetzten. «Wenn der Chef das Sakko auszieht, darf man das auch», erklärt die Etikette-Trainerin Gabriele Krischel aus Niederkassel.

13.09.2010 09:26

Niederkassel. Ob Mitarbeiter in einer Besprechung das Sakko ausziehen dürfen, richtet sich nach dem Vorgesetzten. «Wenn der Chef das Sakko auszieht, darf man das auch», erklärt die Etikette-Trainerin Gabriele Krischel aus Niederkassel.

Zur Erklärung könnten Mitarbeiter dann zum Bespiel sagen: «Ach, ich sehe, Sie haben das Sakko ausgezogen, dann bin ich auch so frei.» Oder sie fragen zur Sicherheit noch einmal nach: «Darf ich das Sakko auch ausziehen?» Dagegen wirkt es stillos, das Sakko auszuziehen, während der Chef es anbehält.

Auch im Vorstellungsgespräch dürften Bewerber damit nicht vorpreschen, wenn sie etwa ins Schwitzen geraten. Zwar sei es gerade für jüngere Bewerber manchmal eine Qual, im kompletten Anzug ein Bewerbungsgespräch zu führen. «Aber da muss man durch», sagt Krischel, die Mitglied im Netzwerk Etikette Trainer International ist. Auch dürften sie das Sakko in solchen Situationen nicht einfach offen lassen. «Erst im Sitzen darf man das Sakko aufknöpfen.» Sobald man aufsteht, müsse es wieder zugeknöpft werden, erklärt Krischel.

Solche Kleinigkeiten dürfen Bewerber nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn schlechte Umgangsformen können ihnen im Vorstellungsgespräch zum Verhängnis werden: «Personaler achten durchaus auf solche Feinheiten.» (dpa/tmn)

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