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Naturwissenschaften: Ohne Mathe geht es nicht

Ob Chemiker, Physiker oder Biologen: Angehende Naturwissenschaftler lernen im Studium nicht nur die graue Theorie. Sie ...

11.07.2011 09:09
Wer Naturwissenschaften studiert, der sollte ein Teamplayer sein: Denn man steht oft mit anderen zusammen im Labor. (Bild: Schmidt/dpa/tmn)

Darmstadt. Ob Chemiker, Physiker oder Biologen: Angehende Naturwissenschaftler lernen im Studium nicht nur die graue Theorie. Sie wenden diese im Labor auch gleich an. Eines haben alle Fächer gemeinsam: Zum Grundwerkzeug gehört die Mathematik.

Wer etwa Chemie studieren will, für den ist Mathematik absolut notwendig, sagt Studienberater Hans-Jürgen Bär von der Technischen Universität Darmstadt. Studienanfänger bekommen in den ersten Semestern einen Chemie-Rundumschlag vermittelt. Dabei steigt das Niveau in den Vorlesungen schnell an.

Parallel zum Theorie-Pauken werden die Studenten Schritt für Schritt an die Laborarbeit herangeführt. Wer hier Erfolg haben will, muss Spaß an praktischer Arbeit haben. Und er sollte teamfähig sein. Denn im Labor arbeitet man mit mindestens einem Kollegen zusammen.

Die Anforderungen im Physik-Studium sind ganz ähnlich. Wer sich dafür interessiert, muss logisch denken können und gern knifflige Probleme lösen.

Auch auf dem Stundenplan von Physik-Studenten stehen viele Mathe-Vorlesungen. Das trifft vor allem auf die erste Hälfte des Bachelor-Studiums zu. Das sei für viele Studenten ein «Kulturschock», sagt Laeri.

Doch auch das Physik-Studium besteht nicht nur aus der reinen Theorie. Während des gesamten Studiums absolvieren die Studenten Praktika. Sie führen in kleinen Gruppen Experimente durch, die immer anspruchsvoller werden.

Wer sich für die Naturwissenschaften interessiert, der kann natürlich auch Biologie studieren. Das sei ein Fach mit Zukunftspotential, sagt Heribert Warzecha, Biologie-Studiendekan an der TU Darmstadt. Doch auch dieses Studium ist hart. Die Studenten müssen sich klar sein, dass neben Bio auch Chemie, Physik und Mathematik in dem Fach eine große Rolle spielen.

In den ersten vier Semestern ist das Studium relativ breit gefächert und verschult. Vom fünften Semester an haben die Studenten die Möglichkeit, Schwerpunkte zu setzen. Wie auch in den anderen Naturwissenschaften stehen Biologie-Studenten häufig im Labor.

Wer das anspruchsvolle Studium in den Naturwissenschaften geschafft hat, findet relativ leicht einen Job. «Die Chemiebranche boomt in Deutschland», sagt Ellen Walther-Klaus, Geschäftsführerin der Initiative der deutschen Wirtschaft «MINT Zukunft schaffen». Auch Versicherungsunternehmen und Banken stellen Naturwissenschaftler ein. Dort schätze man ihre Fähigkeit, analytisch zu denken, sagt Walther-Klaus. Sie seien schließlich gut in Mathematik. (dpa/tmn)

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