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Studienergebnis Medizinstudenten haben schlechtes Statistikverständnis

Statistikkenntnisse sind im medizinischen Arbeitsalltag unerlässlich. Risiken müssen richtig eingeschätzt werden und Wahrscheinlichkeiten verstanden werden. Eine Studie zeigt, dass das Wissen von Medizinstudenten hier lückenhaft ist.

09.11.2018 14:50
Universitätsmedizin
Das Wissen von Studenten im Bereich Statistik ist unzureichend. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Max-Planck-Insituts für Bildungsforschung. Foto: Swen Pförtner

Chancen und Risiken bewerten, Zusammenhänge herleiten, Ergebnisse interpretieren - Statistikkenntnisse sind für Medizinstudierende unerlässlich. Doch vielen Studierenden mangelt es am entsprechenden Verständnis.

Darauf weist das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung ( MPIB ) hin, das eine Studie zu diesem Thema durchgeführt hat.

Das Harding-Zentrum für Risikokompetenz am MPIB hat einen Schnelltest entwickelt, der anhand von zehn Multiple-Choice-Fragen Fähigkeiten prüft, die im praktischen Alltag von Ärzten nötig sind. Zum Beispiel: Risiken einschätzen und Wahrscheinlichkeiten verstehen. Für die Beobachtungsstudie füllten 169 Studierende und 16 Lehrende den Test aus. Im Ergebnis zeigte sich: Die Studierenden beantworteten im Durchschnitt nur etwa die Hälfte der Fragen richtig, die Lehrenden wussten auf drei Viertel der Fragen die korrekte Antwort.

Das MPIB hebt aber hervor: Nach einem entsprechenden Statistik-Kurs beantworteten die Studierenden im Durchschnitt fast 90 Prozent aller Fragen richtig. Das Harding-Zentrum für Risikokompetenz hat den Schnelltest veröffentlicht: Studierende können ihre Kenntnisse damit selbst überprüfen.

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