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Youporn.com Porno-Streaming führt wieder zu Abmahnungen

2013 sorgte eine Abmahnwelle gegen Nutzer der Sexfilm-Seite Redtube.com für Aufsehen - nun wird der Fall wieder akut. Diesmal haben Nutzer der Seite Youporn unangenehme Post vom Rechtsanwalt erhalten - doch diese sind nicht echt.

18.08.2017 17:21
Youporn-Mahnungen
Aktuell sind Youporn-Mahnungen im Umlauf - diese sind allerdings gefälscht. Foto: imago

Dreieinhalb Jahre nach der aufsehenerrregenden Abmahnwelle gegen die Sexfilm-Seite Redtube.com werden wieder ähnliche Mahnungen verschickt. Angesprochen sind diesmal angebliche Nutzer der Sexfilmseite Youporn.com.

Allerdings: Die Mahnungen, die  im Namen der Münchner Rechtsanwaltskanzlei Auer Witte Thiel verschickt werden, sind nicht echt. Das teilte die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz mit. Zuvor hatten sich Betroffene bei der Zentrale gemeldet, weil sie für die angebliche Nutzung des Internetportals Youporn.com zahlen sollen.

Nutzer sollen 207 Euro zahlen

Die Abgemahnten hatten demnach in einer E-Mail eine Mahnung des Unternehmens Wondo GmbH & Co KG erhalten. Das Unternehmen forderte darin unter dem Decknamen der Münchner Kanzlei einen Betrag von 207 Euro. Die E-Mails seien gefälscht, bestätigte die Münchner Kanzlei Auer Witte Thiel der Verbraucherzentrale.

„Betroffene sollten sich von der Mahnung keineswegs einschüchtern lassen und den verlangten Betrag nicht zahlen“, betonte Barbara Steinhöfel, Referentin der Verbraucherzentrale. Sie empfahl, Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

Bundesregierung äußerte sich zum Redtube-Fall

Der Fall erinnert an die Abmahnwelle gegen die Sexfilm-Seite Redtube.com. Im Jahr 2013 hatte die Kanzlei Urmann + Collegen über 10.000 Nutzer des Portals Redtube.com per Brief abgemahnt. Ihnen wurde vorgeworfen, im August vom Erotik-Portal Redtube.com urheberrechtlich geschützte Filme illegal heruntergeladen zu haben.

Die Abmahnungen wurden im Auftrag von The Archive AG verschickt, einer Schweizer Firma. Die Abgemahnten sollen 250 Euro zu zahlen und eine Unterlassungserklärung unterschreiben.

Im Dezember 2013 erwirkte Redtube eine einstweilige Verfügung gegen die Abmahnungen, Ende Januar entschied das Landgericht Köln zugunsten der Abgemahnten. Zuvor hatte sich sogar die Bundesregierung über den Fall und das Betrachten von Streams im Internet geäußert. (dpa/FR/zys)

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