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Liao Yiwu: Westen verharmlost Chinas Missstände

– Der chinesische Dissident und Autor Liao Yiwu (54) hat am Sonntag im Hamburger Thalia-Theater die Mitverantwortung ...

27.01.2013 14:25
Der chinesische Autor Liao Yiwu. Foto: Christian Charisius

Hamburg. – Der chinesische Dissident und Autor Liao Yiwu (54) hat am Sonntag im Hamburger Thalia-Theater die Mitverantwortung des Westens an den Missständen in seiner Heimat betont. «Die chinesische Gewaltherrschaft und die freie westliche Welt sind untrennbar miteinander verbunden», sagte der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels in seiner Rede zur Eröffnung der diesjährigen Lessingtage der Hansestadt. «Mörderische» Politiker würden hier verharmlost, Firmen wollten von den Chinesen nur profitieren. Daher könne es sich der asiatische Wirtschaftsriese «längst leisten, der Menschheit ihre allgemeingültigen Normen und Werte abzusprechen». Liao Yiwu, dessen Bücher wie «Fräulein Hallo und der Bauernkaiser» (2009) in China verboten sind, verbrachte dort vier Jahre im Gefängnis. Nach seiner Flucht 2011 lebt er in Berlin. (dpa/lno)

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