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Kieler Vorstoß für den Doppelpass

Schleswig-Holsteins Landesregierung ergreift die Initiative zur Reform des Staatsangehörigkeitsrechts. Innenminister ...

19.03.2013 11:17
Breitner hält den Doppelpass für unumgänglich. Foto: Markus Scholz/Archiv

Kiel. Schleswig-Holsteins Landesregierung ergreift die Initiative zur Reform des Staatsangehörigkeitsrechts. Innenminister Andreas Breitner will sich auf der Integrationsministerkonferenz am Mittwoch und Donnerstag in Dresden für eine generelle Mehrstaatigkeit einsetzen. «Menschen haben heute häufig mehrere kulturelle Wurzeln und nicht nur eine Heimat», sagte der SPD-Politiker am Dienstag. Das Staatsangehörigkeitsrecht müsse einer globalisierten Welt angepasst werden und Mehrstaatigkeit generell zulassen. Der Grundsatz zu ihrer Vermeidung sei überholt. Die Verleihung der Staatsangehörigkeit sei kein Gnadenakt, sondern liege im Interesse des Staates.

«Mehrstaatigkeit fördert die Integration», sagte der Minister. Wichtig sei, dass Migranten am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Ob sie eine oder mehrere Staatsangehörigkeiten besitzen, sei nicht entscheidend. Breitner verwies darauf, dass EU-Bürger bereits jetzt ihre bisherige Staatsangehörigkeit behalten dürfen, wenn sie die deutsche erwerben. Außerdem seien Kinder aus Ehen, in denen Vater und Mutter unterschiedliche Staatsangehörigkeiten haben, grundsätzlich Mehrstaater. Die Zahl der Einbürgerungen in Schleswig-Holstein sinkt seit Jahren. Erwarben im Jahr 2000 noch 5639 Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit, so waren es 2011 nur 3029. (dpa/lno)

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