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Hersteller: Energiepflanzenanbau könnte Müsli verteuern

Wegen des vermehrten Energiepflanzenanbaus in Europa könnten nach einem Bericht der «Lübecker Nachrichten» schon bald ...

05.01.2013 16:27
Eine Frau greift nach einer Tüte Müsli. Foto: Fredrik Von Erichsen/Archiv

Lübeck. Wegen des vermehrten Energiepflanzenanbaus in Europa könnten nach einem Bericht der «Lübecker Nachrichten» schon bald die Preise für Haferflocken und Müslis steigen. Die Versorgung mit Hafer werde knapp. Der Engpass habe den Lübecker Müsli-Hersteller H. & J. Brüggen KG bereits vor Probleme gestellt, berichtete das Blatt am Samstag. «Uns drohen Versorgungslücken, wir haben konkrete Probleme mit der Haferversorgung», zitierte die Zeitung Firmenchef Jochen Brüggen. In den 90er Jahren habe das Unternehmen noch 90 Prozent des benötigten Getreides in Deutschland gekauft. Dann wich es nach Skandinavien, England und Irland aus. Doch auch dort seien die Erntemengen seit dem Jahr 2000 um 50 Prozent gesunken.

Mit der nächsten Ernte könnten die Preise hochgehen. «Die Verbraucher werden es Ende 2013 merken», sagte der Firmenchef. Er kritisierte die Nutzung von immer mehr Agrarflächen für den Anbau von Pflanzen, aus denen Biogas produziert wird. Sollte das Unternehmen beim Rohstoffeinkauf auf den Weltmarkt ausweichen müssen, drohten Importzölle von 90 Euro pro Tonne. Dann würde eine Tonne Hafer 260 Euro kosten - für Brüggen und andere deutsche Hafermühlen sei das unerschwinglich. Das Lübecker Unternehmen braucht zur Herstellung von Haferflocken, Müslis, und Müsliriegeln jährlich zwischen 80 000 und 90 000 Tonnen Hafer. (dpa)

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