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Times mager Dumm-dumm

Bass, besser, Bassisten: Zu einer ganz gemeinen Witz-Sorte.

Wissenschaftler haben herausgefunden: Das wichtigste Instrument in der Band ist der Bass. Foto: imago

Kommt ein Bassist ins Musikgeschäft. „Ich brauche neue Saiten.“ – „Wie lang?“ – „Puh, also … drei Wochen mindestens.“

Auf jeder Bühne des Lebens gibt es eine Gruppe, die die meisten Witze über sich ergehen lassen muss. Da hatten wir Ostfriesen, Häschen, Blondinen, aktuell US-Präsidenten, und in der Rockmusik waren es stets die Bassisten. Wie viele Bassisten braucht man, um eine Glühbirne einzuschrauben? Fünf: Einer hält die Birne, die anderen vier trinken Bier, bis sich der Raum dreht. Was sitzt im Proberaum und hat einen Intelligenzquotienten von 50? Zwei Bassisten.

Das ist natürlich niederträchtig, gemein und wird seit jeher von Bassisten verurteilt (sofern sie den Witz verstanden haben). Ihre Talsohle fand die Herabwürdigung des Tieftöners in einer Band, die sich „Der Bassist ist ein Arschloch“ nannte. Und vermutlich auch noch deswegen bekannt wurde. Aber jetzt ist die Zeit der Revanche gekommen. Jetzt ist Schluss mit lustig.

Denn jetzt haben amerikanische Wissenschaftler herausgefunden: Das wichtigste Instrument in der Band ist, Trommelwirbel, dumm-dumm – der Bass. Begründung: Der Mensch kapiert den Rhythmus einfach besser, wenn er in der tiefen Tonlage gespielt wird. Probanden waren auch eher geneigt, mit den Füßen eine coole Basslinie mitzutappen als sonstwas. Eine weitere Studie wies nach, dass mehr Bass die Zuhörer „stärker und zuversichtlicher“ macht.

So ermuntert, werden Bassisten künftig wohl seltener weinend in der Garderobe hinter der Bühne sitzen, weil ihnen der Trommler eine Saite verstimmt hat. Und auf die Frage, wo das Problem sei, schluchzen: „Er sagt mir nicht, welche.“

Apropos Trommler: Andere amerikanische Wissenschaftler fanden (vermutlich mit Stöcken in der Hand) heraus, dass Schlagzeuger intelligenter seien als sonst jemand. Schwierige Rhythmen erforderten ein mitunter geradezu mathematisch zu nennendes Grundverständnis – und regten zudem, wie die Forscher nachwiesen, Prozesse im Gehirn an. Nicht nur beim Drummer übrigens, auch bei seinen Zuhörern. Vielleicht sogar beim Bassisten.

Das wirft ein ganz neues Licht auf die T-Shirts, die ein großes Musikhaus verkauft. Man kann darauf ankreuzen, zu welcher Gruppe man gehört: entweder Musiker – oder Schlagzeuger. Wussten Sie übrigens, woran man erkennt, dass ein Schlagzeuger an die Tür klopft? Das Klopfen wird immer schneller. Und was antwortet Mama dem Siebenjährigen, der Schlagzeuger werden will, wenn er erwachsen ist? „Aber Benny, beides geht nicht.“

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