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„Tod auf Raten“, ZDF Ein Leben voller Sonntage

Der Film ist ein voller Empathie erzähltes Drama mit Veronica Ferres als überforderte Ehefrau eines Mannes, der permanent sein Kurzzeitgedächtnis verliert.

„Tod auf Raten“
Annett Gräber (Veronica Ferres, l.) holt ihren Mann, Ronald Gräber (Oliver Stokowski, r.), aus dem Boxclub und beschimpft seine Freunde. Foto: ZDF/Jan Fehse

Dagegen spricht aus Sicht des ZDF womöglich vor allem die Länge von gut hundert Minuten; den in Stein gemeißelten Beginn des „heute journals“ um 21.45 Uhr würde das „Zweite“ allenfalls für eine Eigenproduktion verschieben. Vielleicht hat der späte Sendetermin aber auch mit dem Schluss des Films zu tun: Weil Ronald im Heim ruhiggestellt werden soll, ringt sich Annett zu einem scheinbar herzlosen Schritt durch. Nun beantwortet Arnstedt auch die Frage, warum sich die Stimme der Frau so unbeteiligt anhört, als sie am Anfang aus dem Off erklingt: „Gut, dass ich dich erreiche, ich bin in zehn Minuten da.“ Dahinter steckt eine höchst raffinierte Idee, die aber letztlich ähnlich grausam ist wie die vermeintlichen Bushaltestellen an Heimen für demente Menschen. Umso schöner, dass der Film trotzdem mit einem versöhnlichen Lächeln endet.

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