Lade Inhalte...

„Nichts zu verlieren“, ARD Tote fahren gratis

Wolfgang Murnbergers Tragikomödie erzählt von einer Trauerreise, die aus den Fugen gerät, als Ganoven den Reisebus kapern.

Nichts zu verlieren
Christa (Johann Gastdorf), Helmut (Bernhard Schütz), Harry (Stefan Merki) Hilde (Susanne Wolff) und Miriam (Emily Cox) machen erneut eine Trauerreise und öffnen sich für die Phase "neue Perspektiven". Foto: BR/Lieblingsfilm & Royal Pony Film

Murnberger ist bekannt dafür, ernsten Geschichten eine heitere Anmutung zu geben (etwa in den „Spätzünder“-Komödien oder in „Kästner und der kleine Dienstag“). Wie gut ihm der Film als Gesamtkunstwerk gelungen ist, zeigt nicht zuletzt die Verwendung von „Tears in Heaven“. Das Lied ist ein Trauerklassiker, Eric Clapton hat es anlässlich des Todes seines kleinen Sohnes geschrieben, aber selbst in dieser Szene versinkt „Nichts zu verlieren“ nicht im Sentiment. Außerdem sorgt die entspannte Musik mit ihren Bottleneck- und Blues-Elementen (Alexander Maschke, Dominik Giesriegl) für ein heiteres Vorzeichen. Viele Filme Murnbergers basieren auf Drehbüchern von Uli Brée, der womöglich noch bissigere Dialoge geschrieben hätte, aber gerade Friedrich („So eine Trauerreise würde ich nicht mal als Toter aushalten“) hat eine ganze Reihe trocken vorgetragener Einzeiler. Der Filmtitel ist angesichts der lebensmüden Schicksalsergebenheit der Reisegemeinschaft ohnehin genial, sodass Richy schließlich resigniert resümiert: „Keinen Respekt mehr, die Geiseln heutzutage.“

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen