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„Für meine Tochter“, ZDF Krieg kennt keine Grenzen

Bedrückendes Drama mit Dietmar Bär als verwitweter Vater, der ins syrische Kriegsgebiet reist, um seine Tochter zurückzuholen.

Szene aus dem Film „Für meine Tochter“
Benno Winkler (Dietmar Bär) sucht verzweifelt nach seiner vermissten Tochter. Foto: Moritz Schultheiß/ZDF

Bedrückende Bilder von Syrien

Zum Glück endet die Geschichte nicht vor den Toren des Lagers: Benno bekommt eine weitere Chance. Er stößt auf Max (Merlin Rose), der ihm berichtet, Emma sei bei einer Explosion ums Leben gekommen, aber Benno spürt mit dem Herzen eines Vaters, dass seine Tochter noch lebt. Gemeinsam reisen sie ein zweites Mal nach Syrien, diesmal in Begleitung eines vertrauenswürdigen Helfers, und tatsächlich finden sie nicht nur Emma (Anna Herrmann), sondern auch die Frau von Valid; aber nicht alle werden wohlbehalten die Reise nach Deutschland antreten. Die Aufnahmen dieses zerbombten Ortes, in dem überall Leichen herumliegen, weil die „IS“-Krieger die Einwohner regelrecht hingerichtet haben, sind außerordentlich bedrückend.

Ähnlich wichtig für die Wirkung des Films wie die Bilder ist die Arbeit des Duos René Dürbeck und Joachim Dohmen. Bei Bennos Einführung und den Rückblenden in die glückliche Zeit zu dritt ist die Musik fast zärtlich und passt somit perfekt zur behutsamen Inszenierung des trauernden Witwers. Das ändert sich, als er im Nahen Osten eintrifft und eine elektrische Gitarre für Misstöne sorgt. In den intensivsten Momenten verzichten die Komponisten fast völlig auf Instrumente, nun sorgt allein eine weibliche Gesangsstimme für eine sparsame, aber wirkungsvolle musikalische Untermalung.

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