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„Fame“ Der Traum von der großen Bühnenkarriere

„Fame“ hat alles, um ein kleines Mädchen vor dem Fernseher zu verzaubern. - Unser wehmütiger Blick auf die großen Serien von damals.

„Fame“
„Fame“ spielt an der berühmten New Yorker High School of Performing Arts. Foto: imago

Anfang der 80er Jahre war das Vorabend-Programm von ARD und ZDF voller Helden, vom blonden Privatdetektiv A.J. in „Simon und Simon“ über die mutige Jody in „Ein Colt für alle Fälle“ bis zum allwissenden Butler Max in „Hart aber herzlich“. Sie jagten Schurken, demolierten Autos und trugen Waffen – und konnten doch nicht konkurrieren gegen die wahren Superstars von der New Yorker High School of Performing Arts. „Fame“ hatte alles, um ein kleines Mädchen vor dem Fernseher zu verzaubern: viel Musik und Show, erste Verliebtheiten, Zoff mit Autoritäten und den Traum von der ganz großen Bühnenkarriere.

Ich wollte so gut tanzen wie die süße Coco, so witzig sein wie die freche Doris und dass ein Junge für mich so schön Klavier spielte wie der verträumte Bruno. Ich empörte mich mit dem Schwarzen Leroy über die Ungerechtigkeit einer Welt, die in Arme und Reich und Weiß und Schwarz unterteilt war. Und ich beneidete alle zusammen um ihre Lehrerinnen und Lehrer, die zwar hart waren, aber doch immer fair zu sein schienen. Das hatte mit meinen Erfahrungen im DDR-Schulalltag wenig zu tun.

Wahrscheinlich war es gerade der Kontrast zwischen der bunten High School-Welt -  in der ständig irgendwo getanzt, gesungen, geschwitzt und gebrüllt wurde - zu der meiner uniformen Realität, der mich so sehr in Bann schlug. So sehr, dass ich noch 30 Jahre später auf Knopfdruck die Titelmelodie „Fame – I‘m gonna live forever“ trällern kann.

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