Lade Inhalte...

„Die Grashüpfer“ Pioniere der Luftfahrt

„Die Grashüpfer“: eine Erzählung über die ersten 40 Jahre der Luftfahrt. - Unser wehmütiger Blick auf die großen Serien von damals.

„Die Grashüpfer“, drei Staffeln 1974 bis 1982. Eine französisch-deutsch-kanadische Koproduktion über die ersten 40 Jahre der Fliegerei anhand zwei befreundeter Pioniere, der eine Franzose, der andere Deutscher. Hinreißende (flugfähige!) fliegende Kisten, von Lilienthal über Blériot, Spad, Albatross, Fokker und  Nieuport bis Arado, eine tolle Story, deren dramatischen Momente und humorigen Ausreißer heute vielleicht alle etwas bieder wirken.  

Aber über diese nichtigen epochalen Unterschiede sollte man hinwegsehen können, beispielsweise mit jener wunderbaren France-de-la-Belle-Epoque-Eleganz, vor der die ganze Serie geradezu trieft – selbst in den übelsten, tragischsten und ernsthaftesten Kriegs-Folgen. A propos elegant: Mich zog neben den Leinwand-und-Sperrholz-Wundern die gleichermaßen elegante wie  formidable Christine Laurent in die Serie. Ihre Figur der resoluten Kriegerwitwe, die diese Rolle nicht annahm, sondern selber Pilotin wurde, unterwegs zwischen Paris, Sahara, den Anden und den Rockies – ich war verfallen. Darf man heute so sagen, so 40 Jahre nach der Pubertät. Und da wir bei Geständnissen sind: Fortan war die Fliegerei eine große Liebe. Blieb sie auch, als Demoiselle Laurent zu einer wunderschönen Erinnerung wurde.

Durch diese Serie wurde mir übrigens auch die klassische Rollenverteilung madig gemacht. Ich wusste einfach nicht mehr, warum Frauen angebliche „Männerberufe“ verwehrt sein sollten. Und ich wusste auch nicht, warum man ein anderes denn ein abenteuerliches Leben leben sollte.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen