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„Auf Achse“ Ein durchschlagender Fernfahrer

Von 1977 bis 1996 war Manfred Krug „Auf Achse“. Eine kernige Serie über einen Brummifahrer, der in der Fremde auch mal exotische Abenteuer erlebt. - Unser wehmütiger Blick auf die großen Serien von damals.

Auf Achse
Manfred Krug (l.) und Rüdiger Kirschstein in „Auf Achse“. Foto: Imago

Als es noch ein öffentlich-rechtliches Vorabendprogramm gab und mithin eh alles auf TV total viel besser war, gab es auch den Fernfahrer Franz Meersdonk. Das war die Rolle von Manfred Krug – und der spielte damals tatsächlich Rollen anstatt bloß immer sich selbst – in der Serie „Auf Achse“. Fern-Fahrer. FERN-fahrer. Meine Fresse. Diese Serie war wortwörtlich auf Achse.

Und so was von auf Zack. Krug und Komparsen (die wechselten ab und zu und waren mal kerniger, mal weniger) brummten in ihren Zugmaschinen um nicht weniger als die ganze Welt. Wo immer sie hin kamen, da wurde das lokale Idiom gesprochen, nischt war mit Untertiteln oder gar diensteifrig plappernden Absolventen von Goethe-Instituten.

Nee, Meersdonk musste sich radebrechend durchschlagen wie jeder echte Mensch in der Fremde auch. Oder er schlug zu. Kernig halt. Da durften die manchmal echt hanebüchenen Abenteuer der Brummifahrer auch mal „exotisch“ sein.

Auf Achse schlug ein – weit weg von solchem Stuss wie „Traumschiff“ und ganz nah an sozialkritischer Dokumentarfilmerei. Zusammengehalten von einem Manfred Krug, der so gut nur noch einmal, in „Liebling Kreuzberg“, sein sollte. Irgendwie war Fernsehen damals so gut, dass es entspannt war. Und man selber am Vorabend entspannte. Dem der das geändert hat, würde Franz Meersdonk eine ordentlich scheuern. 

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