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Verbrauchertipps Mehr Sicherheit im Netz

Firewall, Zwei-Faktor-Authentifizierung, Cloud: Die FR hat Tipps zusammengestellt, wie Sie sich vor Hackern schützen können.

Sicherheit
Ein SMS-Code kann ein zusätzliches Passwort sein. Foto: afp

Ganz allgemein gilt: Je wichtiger die Daten, desto besser sollten sie geschützt werden, rät der Verein Deutschland sicher im Netz (DsiN) – ob nun gegen Verlust oder Diebstahl. Wenn aber Daten illegal von Kriminellen erbeutet werden und im Netz landen, hat das meistens zwei Ursachen. Analog gesagt, handelt es sich um „um Trickbetrug und Einbruch“, sagt Michael Littger, Geschäftsführer von DsiN. Also entweder hacken sich die Kriminellen zum Beispiel mittels eines Schadprogramms auf einem Computer. Oder aber sie erschleichen sich die Zugänge, greifen beispielsweise über Phishing (etwa mit Hilfe betrügerischer E-Mails) Passwörter ab. Mit den Daten können sich Betrüger materiell bereichern oder etwa Menschen erpressen. Dabei, sagt Littger, ließen sich 90 Prozent der Schäden verhindern, wenn nur ein paar Grundregeln beachtet würden.

Sichere Passwörter: Viele Menschen benutzen Passwörter wie „123456“ oder „hallo“. Diese Passwörter sind aber leicht zu knacken. Daher ist es wichtig, dass Nutzer ihre Online-Konten mit guten Passwörtern schützen. Dabei gilt: Je länger, desto besser. Wörter aus dem Duden, PromiNamen oder Namen von Familienmitgliedern sind tabu. Wenn Groß- und Kleinschreibung, Sonderzeichen und Ziffern verwendet werden, erhöht das die Sicherheit. Ein schwaches Passwort kann man dagegen nicht durch das Anhängen von Zahlen oder Sonderzeichen sicher machen. Unterschiedliche Konten, unterschiedliche Passwörter: Nutzer sollten verschiedene Passwörter für unterschiedliche Konten verwenden. Denn wer sonst ein Passwort erbeutet, hat gleich Zugang zu allen möglichen Informationen. Experten raten auch dazu, jeweils neue E-Mail-Adressen für unterschiedliche Konten zu verwenden.

Informiert bleiben: Nach einem Hack können Daten frei im Internet verfügbar sein. Es lohnt sich also zu überprüfen, ob die eigenen Identitätsdaten möglicherweise einmal gestohlen worden sind. Das Hasso-Plattner-Institut der Universität Potsdam hat eine Datenbank eingerichtet, mit deren Hilfe man überprüfen kann, ob das passiert ist (HPI Identity Leak Checker). Nach Datenhacks sollte man ebenfalls reagieren: „Nach einem Vorfall wie diesem sollte man Passwörter durchaus auch mal ändern“, sagt Littger.

Anhänge nicht öffnen: Sie kennen den Absender einer E-Mail nicht? Die Adresse sieht komisch aus? Wer Zweifel hat, sollte auf keinen Fall auf Links klicken oder Anhänge öffnen. „Diese Anhänge zu verschicken ist für Kriminelle sehr einfach, und ein großer Anteil von Empfängern öffnet sie“, sagt Littger.

Firewall und Virenscanner: Eine Firewall ist wie ein Türsteher, der gewisse Dinge auf dem Computer, wie zum Beispiel das Öffnen eines verdächtigen Anhangs, gar nicht erst zulässt, sagt Littger. Ein Virenscanner erkennt dann die Schadsoftware, die es doch am Türsteher vorbeigeschafft hat, und löscht sie. Außerdem sollten Aktualisierungen für das Betriebssystem sowie für alle Programme immer so schnell wie möglich installiert werden.

Zwei-Faktor-Authentifizierung: Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung bietet mehr Schutz, legt die Hürde für Angreifer höher. Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzt man neben dem Passwort noch einen weiteren Faktor, um die eigene Identität zu bestätigen. Das kann ein SMS-Code sein, der als eine Art zweiter Tresorschlüssel dient. Wenn dann etwa ein Kauf getätigt wird, will der Dienst diesen nicht nur durch das Passwort, sondern noch durch einen zusätzlichen Code bestätigt haben, erklärt Littger. „Die meisten Cyberkriminellen ziehen direkt weiter, wenn sie merken, dass es da eine Hürde gibt.“

Cloud: Daten in der Cloud, also nicht auf dem eigenen Gerät, zu speichern, kann Vorteile haben, zum Beispiel wenn das eigene Gerät zerstört oder geklaut wird. „Cloud-Dienste können ein attraktives Ziel für Hacker sein“, sagt Littger. Denn dort liegen viele Daten. Gute Cloud-Dienste haben dagegen gute Vorkehrungen getroffen, allerdings sollte man nicht jedem Dienst vertrauen. Wer Daten bei einem Drittanbieter speichert, der muss sich klarmachen, was es bedeuten würde, wenn Unbefugte Zugang zu diesen Daten erhalten würden. Besonders der Zugang zu den Cloud-Diensten sei ein neuralgischer Punkt, warnt das BSI. Vor allem sensible Daten sollten Nutzer nicht unverschlüsselt in einem Online-Speicher ablegen.

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